Tipps und Tricks: Wandern mit Kindern

Du willst gemeinsam mit Deinen Kindern raus in die Natur und mit ihnen auf Entdeckungsreise gehen? Wir haben ein paar Tipps und Tricks für Dich zusammengestellt, um die nächste Wanderung mit Deinen Kleinen zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Egal ob sie noch in der Kindertrage am Rücken den Berg hinauf getragen werden, oder schon selbst laufen, diese Dinge solltest Du beachten: 

 

wandern mit kindern in der kindertrage


Kindertragen – Was sollte man beachten?

Kindertrage ist nicht gleich Kindertrage. Wie bei anderer Outdoor-Ausrüstung gibt es auch bei Kraxen ein paar wesentliche Funktionen und Merkmale, auf die Du beim Kauf achten solltest. Entscheidend ist vor allem ein gutes Tragesystem mit verstellbarer Rückenlänge, eine gute Polsterung und ein bequemer Sitz mit Fußstützen für die Kleinen. Außerdem brauchst Du genug Platz, um die nötige Wanderausrüstung zu verstauen. Extras wie Sonnendach und Regenschutz schützen die Kinder vor Sonne, Wind und Wetter und sind deshalb auch sehr zu empfehlen. 

Wie Du die richtige Kindertrage findest kannst du in unserem Blogbeitrag lesen

 

Regelmäßige Pausen

Auch wenn die Kleinen nicht selbst laufen müssen, ist es trotzdem wichtig regelmäßige Pausen einzulegen, in denen das Kind aus der Trage genommen wird. Pro Stunde sollten dazu in etwa 10 bis 15 Minuten eingeplant werden. Diese Pause sind nicht nur für die Durchblutung des Kindes gut, sondern steigern auch die Motivation. Wenn die erste Begeisterung verflogen ist, können die kleinen Passagiere nämlich doch recht schnell ungeduldig und quengelig werden. 

 

Bekleidung und Sonnenschutz

Da kleine Kinder ein sehr empfindliche Haut haben, ist es trotz Sonnendach der Kindertrage sehr wichtig, dass sie entsprechend eingecremt werden. Für noch besseren Schutz sind lange Bekleidung, sowie eine Kappe oder ein Sonnehut mit Nackenschutz empfehlenswert. Da sich die Kleinen ohnehin nicht wirklich bewegen, ist es generell besser sie etwas wärmer einzupacken, da sie ansonsten schnell auskühlen. 

 

Routen mit Kindertragen – Nicht zu anspruchsvoll

Wenn die Kinder in der Kraxe mit zum Wandern genommen werden, solltest Du zu anspruchsvolle Touren vermeiden, da mögliche Stürze sowohl für Dich als auch für das Kind gefährlich sein können. Außerdem solltest Du an besonders heißen Sommertagen Touren in der prallen Sonne vermeiden. Denn trotz entsprechendem Sonnenschutz, ist die Hitze für die kleinen sehr anstrengend. Weiche an solchen Tagen stattdessen auf schattigere Routen durch den Wald aus. 

 

 

 

Wandern mit Kindern, die Selbstständig laufen


Die richtige Route – Abwechslungsreich und spannend

Damit die Motivation der Kinder nicht nach ein paar Minuten wieder verschwindet, ist es besonders wichtig, die richtige Route zu wählen. Hier gilt: Je abwechslungsreicher und spannender, umso besser. Wanderwege mit speziellen Entdeckungspfaden für Kinder, mit der Möglichkeit Tiere zu beobachten oder auch mit Hängebrücken oder Wasserfällen eignen sich dazu besonders gut. Das Überwinden von Hindernissen oder kleine Klettereinheiten sorgen für zusätzliche Abwechselung und auch die Übernachtung auf einer Hütte kann je nach Kind für Motivation sorgen. Gleichzeitig darf die Route natürlich auch nicht zu anspruchsvoll sein. Um die ideale Route in deiner Umgebung zu finden, lohnt es sich deshalb sich davor im Internet oder auch bei Tourismusbüros und Alpenvereinen schlau zu machen.

 Auf Bergtour Online findest Du jede Menge tolle Wanderouten für Kinder in Bayern und Tirol

 

Motivation und Spiele

Zusätzlich zu einer abenteuerlichen Route sind Spiele immer eine gute Idee um Kinder bei Laune zu halten. Dazu zählen natürlich die Klassiker wie „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ oder „Ich packe meinen Koffer“. In freier Natur bieten sich allerdings auch noch viele andere Möglichkeiten an. Kinder können zum Beispiel die Rolle des Wanderguides übernehmen und der Gruppe den richtigen Weg zeigen, oder sich auf die Suche nach bestimmten Gegenständen machen – wie eine Art Schnitzeljagd in der Natur. Bei Bächen können kleine Dämme gebaut werden und beim nächsten Fluss kann ein Steinchenweitwurf gegen die Eltern stattfinden. Natürlich ist es aber am Besten, wenn der beste Freund oder die beste Freundin mit zum Wandern kommt. Denn zusammen macht alles doppelt so viel Spaß. 

 

Doppelte Zeit einplanen

An den angegebenen Zeiten in Deinem Wanderführer kannst Du Dich mit Kinder nicht orientieren – plane lieber die doppelte Zeit ein. Wenn Du Deine Kinder stresst und den Berg hinauf scheuchst, sorgt das nur für Frust auf beiden Seiten. Kinder brauchen Zeit, um die Natur zu erkunden und können oft auch nicht mit dem Tempo von Erwachsenen mithalten. 

 

Ausrüstung – So angenehm wie möglich

Damit die Wanderung auch für die Kinder so angenehm wie möglich ist, brauchen auch sie entsprechende Outdoorbekleidung aus Funktionsmaterial wie T-Shirts und Pullover, Hosen,  Fleece- und Regenjacken. Auch entsprechende Wanderschuhe dürfen natürlich nicht fehlen. Je nach Kind ist außerdem ein eigener Rucksack sinnvoll. Während manche gerne wie die Erwachsenen einen eigenen Rucksack tragen oder auch verschiedenen Fundstücke unterwegs einpacken möchten, ist es für andere Kinder eine zusätzliche Belastung. Auf keinen Fall solltest Du Dein Kind deshalb zu einem eigenen Rucksack zwingen.

Ein entsprechender Sonnenschutz ist natürlich nicht nur bei Kindern in der Trage wichtig. Deshalb gilt auch hier: Entsprechend eincremen und zusätzlicher Sonnenschutz für den Kopf!

 

 

Mehr zu Thema Wandern findest Du hier:

→ Rucksack Guide – So packst Du Deinen Rucksack richtig!

→ Keine Blasen an den Füßen mit den richtigen Wandersocken

→ Wander- und Trekkingstöcke: Treue Begleiter über Stock und Stein

 

Fotos: Vaude, Attenberger