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Tourenbindung

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Mehr zu Tourenbindungen

Wenn der richtige Tourenski gefunden ist, dann muss auch die passende Bindung her. Denn auch hier gibt es viele Unterschiede. Egal ob aufstiegsorientierter Tourengeher, abfahrtsorientierter Freerider oder Race-Tourengeher: Wichtig ist, dass die Bindung den Ansprüchen des Fahrers und der Tour entsprechen. Daher auch die verschiedenen Bindungssysteme: Rahmenbindungen und Tec-Bindungen, sowie verschiedene Gewichte, Auslösewerte, Breiten und Auslösemechaniken der unterschiedlichen Hersteller wie unter anderen ATK, Marker, Dynafit, Fritschi oder G3.

 

Die Tourenbindung muss zum Tourenski passen

Welche Tourenbindung gewählt wird, richtet sich danach, welche Art von Touren mit welchem Ski gegangen werden. Denn ein aufstiegsorientierter Tourenski wird auch nach einer aufstiegsorientierten Bindung mit wenig Gewicht rufen, während zum breiten Freeride-Tourenski besser eine etwas schwerere, aber dafür stabilere Bindung mit mehr Kraftübertragung gewählt werden sollte. Und wer einen extrem leichtgewichtigen Race-Tourenski nutzt, sollte doch auch die leichteste Bindung nutzen. Demnach richtet sich die Wahl der Bindung danach, ob du eher der aufstiegs- oder abfahrtsorientierte Tourengeher bist, in welchem Gelände du unterwegs bist und natürlich auch nach deinem Fahrstil.

Die verschiedenen Bindungssysteme

Generell gibt es zwei Bindungssysteme: Die Rahmenbindung und die Pin- oder sogenannte Tec-Bindung. Der Unterschied liegt grundsätzlich darin, wie die Schuhe in der Bindung sitzen und damit verbunden auch die Art wie sie fungieren, wie sie auslösen und wie sie zu bedienen sind. Beide Bindungssysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Ursprünglich ließ sich sagen, dass die Pin Bindungen eher für den aufstiegsorientierten Tourengeher waren, während für abfahrtsorientierte Freerider nur eine Rahmenbindung in Frage kam. Aber dies hat sich längst geändert, denn die Pin Bindungen haben sich stetig weiterentwickelt.

 

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Die Rahmenbindung, ihre Vor- und Nachteile

Bei der Rahmenbindung ist der Skischuh wie in einer regulären Alpinbindung durch Hinter- und Vorderbacken fixiert. Im Aufstiegsmodus bewegt sich hier der gesamte Rahmen, sprich die gesamte Bindung mit dem Schuh mit. Bei der Abfahrt wird die Bindung am Ski auch hinten fixiert. Der Einstieg in die Bindung erfolgt genau gleich wie in eine reguläre Alpinbindung. 


Ein großer Vorteil der Rahmenbindung ist dementsprechend, der hohe Einstiegskomfort. Die Bindungen sind mit so gut wie sämtlichen Skischuhen kompatibel, egal ob Alpin Skischuhe oder Tourenskischuhe (sämtliche sehr leichte Schuhe gehen nicht). Dadurch erfüllen diese, sofern sie richtig eingestellt sind, sämtliche DIN-/ISO-Normen. Die Rahmenbindung ist auch in schwierigen Bedingungen einfach zu bedienen, so sind Einstiege im sehr steilen Gelände oder im Tiefschnee gut möglich. Dementsprechend bietet die Rahmenbindung auch ein sehr hohes Maß an Sicherheit. 


Der breite Plattenaufbau auf dem Ski sorgt für eine stabile Verbindung zwischen Ski und Schuh und liefert dadurch Kontrolle und Abfahrtsperformance. Auch höhere Auslösewerte sind dadurch gegeben. Dies ist vor Allem für jene interessant, die großen Wert auf die Abfahrt im Gelände legen. Denn auch aggressivere Fahrstile werden dadurch bestens unterstützt: Jumps und Drops im Powder oder hohe Geschwindigkeiten durch harsches Gelände. Nachteil der Rahmenbindung ist auf jeden Fall das höhere Gewicht. Denn die Tourenbindung wiegt nicht nur an sich mehr, sondern muss auch, aufgrund seiner Mechanik, bei jedem Schritt hochgehoben werden. Dies führt natürlich vor Allem bei längeren Touren zu mehr Energieverbrauch. 

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Die Tec-Bindung, ihre Vor- und Nachteile

Ganz anders als die Rahmenbindung funktioniert die Pin-Bindung. Hier gibt es keinen Rahmen, stattdessen ist der Schuh vorne über zwei Metallzapfen im Vorderbacken der Bindung fixiert. Diese sogenannten Pins rasten seitlich im Skischuh ein. Aufgrund dieser Mechanik ist diese Tourenbindung nicht mit regulären Skischuhen kompatibel, sondern es muss ein eigener Tourenskischuh gekauft werden. Es gibt vereinzelt auch Alpin Skischuhe mit Inserts. Dies ist jedoch generell nicht sehr zu empfehlen, denn der reguläre Skischuh hat nicht nur ein höheres Gewicht, sondern verfügt auch meist nicht über die Flexibilität eines Tourenskischuhs. Bei der Abfahrt wird die Schuhferse dann fixiert. 


Die Pin Bindung punktet mit weniger Gewicht. Außerdem muss, dank der Mechanik, das Hinterteil nicht bei jedem Schritt gehoben werden, wie es bei der Rahmenbindung der Fall ist. Dadurch, dass kein Rahmen zwischen Ski und Schuh liegt, sitzt auch der Schuh näher am Ski. Dies vereinfacht unter anderem das Drehen im Tiefschnee und sorgt teilweise für eine direktere Kraftübertragung, denn der niedrigere Schwerpunkt verändert auch die Hebelwirkung. Aufgrund seiner Pin-Mechanik ist diese Bindung für Anfänger ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn vor Allem im tiefen Schnee oder Steilhängen ist der Einstieg oft etwas schwieriger. Um dem entgegenzuwirken, haben einige Bindungshersteller wie Marker oder Dynafit eigene Einstiegshilfen entwickelt, welche in der Bindung integriert sind. Dank des geringeren Gewichts, sind die Pin-Bindungen für aufstiegsorientierte Tourengeher optimal. 


Auch Race-Tourengeher setzen natürlich auf das leichtere Gewicht der Race Pin-Bindung. Hier gibt es spezielle, noch leichtere Pin-Bindungen, die zusätzlich auf verstellbare Auslösewerte und Skistopper verzichten. Im Bereich der Pin-Bindungen gab es in den letzten Jahren viele Entwicklungen, wodurch diese Bindungen auch für Freerider sehr interessant geworden sind. Mittlerweile gibt es viele abfahrtsorientierte Pin-Pindungen wie die Marker Kingpin oder die Dynafit Beast Bindungen, die mit höheren Auslösewerten punkten.

 


Welche Bindung für welchen Fahrer?

Rahmenbindung: Dank seiner einfacheren Bedienung ist diese Bindung auch für Anfänger im Tourenbereich gut geeignet. Auch für jene, die nur kürzere Aufstiege hinter sich legen, sind Rahmenbindungen eine gute Wahl. Im Freeride Bereich ist die Rahmenbindung auch dank seiner hohen Stabilität beliebt, besonders unter jenen, die gerne im Gelände springen.  Pin-Bindung: Wer viel Wert auf möglichst leichtes Gewicht legt, sollte eher zur Pin Bindung greifen. So zum Beispiel die ATK SLR Release Tourenbindung, eine Race-Tourenbindung mit lediglich 132g. Aber auch für andere aufstiegsorientierte Tourengeher ist eine Pin Bindung von Vorteil, wie die Dynafit TLT Radical 2 ST mit seinen 599g. Abfahrtsorientierte Pin-Bindungen mit höheren Auslösewerten wie die Marker Kingpin 13 mit seinen 730g sind im Freeride Bereich sehr beliebt.  

Was beim Bindungskauf noch zu beachten ist

Besonders ausschlaggebend beim Kauf der Bindung ist der benötigte Auslöse-, oder Z-Wert. Er gibt an, wann die Bindung im Falle eines Sturzes oder bei Schlägen auslöst. Bei leichten, vorsichtigen Fahrern wird der benötigte Auslösewert niedriger sein, als bei sehr schweren, sehr aggressiven Fahrern. Außerdem lösen die verschiedenen Bindungen auch unterschiedlich aus. Diese diversen Mechaniken der einzelnen Hersteller sind teilweise auch patentiert und zertifiziert. Neben dem passenden Bindungssystem, sind auch andere wichtige Punkte zu beachten. So die Bedienbarkeit der Steighilfen, je simpler diese umzustellen sind, desto besser. Gewöhnlich sind Tourenbindungen mit einem flachen und zwei erhöhten Modi ausgestattet. Bei Race-Tourenbindungen gibt es jedoch nur die Modi Fahren und Gehen. Auch die Kompatibilität mit Harscheisen ist ausschlaggebend. Harscheisen sorgen beim Aufstieg für zusätzlichen Halt, vor Allem wenn der Hang eisig oder harschig ist. Diese sind für die meisten Bindungen separat erhältlich und werden über verschiedene Mechaniken an der Bindung angebracht. Weiters sind Skistopper relevant. Sie dienen bei einem Sturz dazu, dass der Ski nicht geradlinig hinab verschwindet. In Rahmenbindungen sind Skistopper generell immer integriert, bei Pin-Bindungen teilweise auch, teilweise können diese, sofern erhältlich, nachgerüstet werden.

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