Home

Lawinenschaufeln

Für Freeride Fans, die mit ihrer Tourenausrüstung gern abseits gesicherter Pisten unterwegs sind, gehört eine gute Lawinenschaufel neben Lawinensonde, LVS Gerät und Lawinenrucksack zur essentiellen Lawinensicherheitsausrüstung. Dass man dabei vor allem auf die Qualität und Zuverlässigkeit der Lawinenschaufel achten sollte, dürfte anhand deren wichtiger Rolle im Ernstfall auf der Hand liegen. 

22Artikel

Mehr zu Lawinenschaufeln

Ein wichtiger Begleiter in allen Notlagen

Lawinenschaufeln dienen dazu, verschüttete Personen so schnell und so effizient wie nur möglich freizulegen. Einige Modelle unterscheiden sich in ihrem grundlegenden Aufbau, dem verwendeten Material, wie zum Beispiel Aluminium oder Carbon, sowie durch verschiedene Zusatzfunktionen, die im Notfall nützlich sein können. Doch letztendlich kommt es bei allen darauf an, die verschüttete Person so schnell und so effizient wie möglich freizulegen.

Für jeden Freerider oder Skitourengeher ist eine gute Lawinenschaufel ein absolutes “must-have“. Sollte es bei einer deiner Skitouren zu einer Lawine kommen, bei der Personen verschüttet wurden, spart sie wertvolle Zeit, die die Verschütteten nicht haben. Denn die Überlebenschancen eines Verschütteten sinken mit jeder verstrichenen Minute. Ohne eine geeignete Schaufel ist es fast aussichtslos, verschüttete Personen freizulegen, da Lawinenschnee sehr kompakt ist und eine höhere Dichte hat als gewöhnlicher Schnee. Mit bloßen Händen den Schnee wegzuräumen ist somit fast unmöglich.

 

Alles im Griff

Um im Ernstfall schnell und effizient handeln zu können, ist ein geeigneter Griff von essentieller Bedeutung. Beim Griff unterscheidet man zwischen dem T- und dem D-Griff. Der T-Griff ist meist leichter und spart somit beim Schaufeln und beim Transport Kraft. Er ist aufgrund seiner Form zusätzlich kompakter und hält das Packmaß niedrig. Der D-Griff hingegen hat in Sachen Effizienz die Nase etwas vorn. Verschiedene Hersteller setzen bei ihren Modellen auf einen sogenannten Hybridgriff, welcher die Vorteile beider Formen vereint und somit maximale Effizienz bietet (Die Bezeichnungen der Griffe beziehen sich auf deren Form).

paragraph-1593432168187

Verstellbare Stiele

Auch bei den Stielen einer Lawinenschaufel gibt es Unterschiede. Man unterscheidet zwischen nicht verstellbaren und verstellbaren Stielen. Der Vorteil eines verstellbaren Stiels, auch Teleskopstiel genannt, ist, dass er ein geringes Packmaß hat, aber im Notfall ausgeklappt werden kann um die Hebelwirkung beim Graben zu erhöhen. Viele Stiele haben zusätzlich einen eher ovalen Querschnitt, was zu einer verbesserten Kraftübertragung und zu einer Erhöhung der Stabilität beisteuert.

Das richtige Schaufelblatt

Bei der Effizienz einer Lawinenschaufel spielt das Schaufelblatt eine elementare Rolle. Es muss bestimmte Eigenschaften besitzen um im Notfall ideal zu funktionieren. Dazu zählt auch das Blattvolumen. Es sollte nicht zu klein sein, damit man ausreichend Schnee abtransportieren kann, aber auch nicht zu groß, damit das Gewicht der Schneemasse auf der Schaufel nicht zu hoch wird. Außerdem sollten die Seitenwangen ausreichend hoch sein, sodass Schnee und Eis nicht seitlich von der Schaufel rutschen können. Die Schaufelschneide muss gerade bei Lawinenschaufeln scharf sein, um harte und eisige Schneeschichten leichter zu durchdringen.

 

Schneesäge und Co.

Manche Lawinenschaufeln verfügen über ein umsteckbares Schaufelblatt und können somit zu einer Art Hacke umgerüstet werden, sowie über zusätzlich erwerbbare Aufsätze, mit denen sie zu einer Schneesäge umfunktioniert werden können. So kann sehr harter Lawinenschnee zuerst gelockert und dann leichter abtransportiert werden. Außerdem eignen sich manche Modelle für den äußersten Ernstfall zum Bau eines Rettungsschlittens, mit welchem verletzte Personen vom Unfallort abtransportiert werden können.

paragraph-1593432169145