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Mit der Bezeichnung Hardtail und Fully kennst du dich aus? Aber bei Reach und Stack ist dein Latein zu Ende? Mit diesem Guide verschaffen wir dir einen Überblick und zeigen dir, worauf du beim Mountainbike kaufen achten solltest!


Kalifornien oder Colorado? Gelangweilte Surfer oder Kletterer? Wer hat’s erfunden? Um Joe Breeze, einer der 70er-Jahre Mountainbike-Pioniere, zu zitieren:

 

„Die Evolution des Mountainbikes bestand aus vielen Schritten – einen einzelnen Erfinder gibt es nicht.“


Schließe für einen Moment deine Augen und baue in deinen Gedanken ein Mountainbike zusammen. Entsteht dabei ein wildes Konstrukt? Uns geht es genauso! 


Der Begriff „Mountainbike“ steht mittlerweile für ein Sammelbecken unterschiedlichster Rahmenbauweisen und Geometrien. Cross-Country, Allmountain oder Enduro? Du hast keine Ahnung, was damit gemeint ist oder möchtest mehr erfahren? Dann bist du hier genau richtig!


Von engen Kehren, steilen Rampen und technischen Downhills, egal ob Flanellhemd im Bikepark oder passgenauer Spandex-Dress – sofern du gerne fernab fein geteerter Radwege und Straßen unterwegs bist, wird der Spaßfaktor mit Mountainbikes garantiert sein!


Keine Sorge! Stahlrahmen und Canti-Lever waren gestern! Durch die laufende Entwicklung, wie neuer Materialkompositionen und dem Know-how aus vergangenen Generationen profitieren moderne Mountainbikes von präzisen Fahreigenschaften, Vortrieb und einem geringem Gewicht.

Unter der Lupe: Mountainbike-Typen

Fully oder Hardtail?

Vorweg, sorry an alle Experten, aber diese Frage müssen wir gleich klären! Hier geht es um keinen definierten Einsatzbereich oder Fahrrad-Typen, sondern einfach um die Konstruktion des Rahmens. Im Detail geht es um die Gruppen Hinterbau und Hauptrahmen. Der Hinterbau besteht aus der Achsaufnahme, den Ketten- und Sitzstreben und der Hauptrahmen aus Tretlager, Sitz-, Ober-, Unter- und Steuerrohr. 


Bei einem Hardtail ist der Hinterbau fest mit dem Hauptrahmen verbunden. Das bedeutet, bei einer Krafteinwirkung auf der Achsaufnahme wird diese Energie direkt an den Hauptrahmen weitergeleitet. Das Rahmengewicht ist durch die einfache Verbindung gering und der Vortrieb – die Kraftübertragung von Pedal auf Laufrad direkt. 


Beim Full-Suspension-Bike, dem Fully, ist der Hinterbau durch Gelenke mit dem Hauptrahmen verbunden. Diese beweglichen Punkte sorgen dafür, dass sich bei Krafteinwirkung die Hinterradachse unabhängig vom Hauptrahmen bewegen kann. Neben der Absorption von Schlägen wird zeitgleich die Traktion erhöht und das Fahrgefühl ruhiger.


Was heißt das jetzt für deinen Kauf? Die Wahl Fully oder Hardtail spielt in unseren Kategorien nur im Bereich Cross-Country eine Rolle. Bei Langstrecken-Einsätzen mit vielen Anstiegen und einfachen Abfahrten ist sicher das Hardtail die bessere Wahl. Auf technischeren Downhills sowie Uphills mit vielen Stufen hat das Fully einen entscheidenden Vorteil.


Wir geben hier nur eine kleine Orientierung, die Wahl liegt bei dir, deine Fahrtechnik gleicht einiges an Fahrwerk aus!

Cross-Country (Tour)

Egal ob entspannte Touren auf Wald- und Radwegen oder Abenteuer am Berg, mit einem Cross-Country-Bike bist du bestens ausgestattet. Mit rund 100 Millimeter Federweg und Geometrien für komfortable Sitzpositionen bieten dir diese Mountainbikes einen vielseitigen Einsatzbereich und angenehme Fahreigenschaften für Ganztages-Touren


Cross-Country (Race)

Cross-Country, aber so richtig! XC-Race Mountainbikes unterscheiden sich dahingehend von den Standardausführungen (Tour), egal ob Hardtail oder Fully, durch eine offensivere Geometrie und einer optimierten Rahmenbauweise. Die Geometrie unterstützt eine sportlichere Sitzposition, d.h. eine größere Sattelüberhöhung. Die Kettenstreben sowie das Steuerrohr sind kürzer, das Oberrohr ist etwas länger. Der Federweg variiert je nach Modell und Hersteller von 100 bis maximal 120 Millimeter. Sofern du gelegentlich Uphill-Segmente bei Strava gewinnen möchtest, greif zum XC-Race Mountainbike. 


Allmountain

Mit 120 bis 150 Millimeter Federweg bieten Allmountain-Bikes ausreichend Reserve für ordentliche Trails sowie gute Eigenschaften für lange Anstiege. Du planst Alpenüberquerungen mit hohem Trail-Anteil? Dann ist ein Allmountain ideal! Der Sitzrohrwinkel ähnelt dem, der Cross-Country Bikes. Der Lenkwinkel fällt flacher aus, um einerseits den Federweg unterzubringen und andererseits Laufruhe durch einen längeren Radstand zu generieren. 


Enduro

Du liebst grobe und technische Trails? Bist gerne Full-Speed unterwegs und willst dir keine Gedanken über die Linienwahl machen? Dann wirst du mit einem Enduro auf deine Kosten kommen. 150 Millimeter Federweg und mehr bieten ausreichend Reserve für den harten Einsatz. Auch im Bikepark müssen sich Enduro-Mountainbikes nicht verstecken. Der Steuerrohrwinkel ist im Vergleich zu Allmountain Bikes nochmal kleiner, um maximale Leistung in starkem Gefälle zu gewährleisten. Auch der Radstand vergrößert sich, um bei hohen Geschwindigkeiten für Laufruhe zu sorgen.

Feinster Waldboden! 

Rahmen, Laufräder und Co. 

Die Rahmengröße

Damit der Spaß und deine Leistung garantiert sind, solltest du unbedingt beim Kauf von Mountainbikes auf die Wahl der für dich passenden Rahmengröße achten. Sofern du bereits ein Bike hast, mit dem du zufrieden warst, kann das als Referenz dienen.


Grundsätzlich verweisen wir hier auf die Herstellergrößentabelle. Diese paart Rahmengrößen mit Bereichen der Körpergröße, welche ineinander übergehen können. Im Idealfall bist du genau in der Mitte eines Größenbereichs. Dann ist die Wahl nahezu eindeutig. Bist du allerdings genau an der unteren Grenze und weißt, dass du etwas kürzere Beine hast, dann kann sich bereits die kleine Rahmengröße als optimaler darstellen.  


Die Reifen-, Laufradgröße und Breite

Hier hast du die Wahl zwischen 27,5 und 29 Zoll. Das „alte“ 26 Zoll Maß findest du nur noch bei Kinder- und Jugendrädern sowie bei Dirt Bikes. Der Vorteil an 29 Zoll Laufrädern ist, dass diese in puncto Überrollverhalten und Traktion deutliche Vorteile aufweisen.


27,5 Zoll Laufräder werden überwiegend im Segment Allmountain und Enduro verbaut und sprechen Fahrer an, welche Wert auf sehr hohe Wendigkeit legen.


Die Lücke beider Größen schließt ein Laufradmix. „Mullet“ bezeichnet die Kombination aus 29 Zoll an der Gabel und 27,5 Zoll am Heck und bietet ein hohes Maß an Laufruhe, Traktion und Wendigkeit. 


Je nach Einsatzbereich kommen die Reifen bei Cross-Country Hardtails und Fullys in 2,25 bis maximal 2,3 Zoll Breite, das entspricht ca. 58 Millimeter. Bei Allmountain und Enduro-Bikes sind es ca. 2,5 Zoll (64 Milimeter). Achte beim Nachkauf auf die gleiche Breite der Reifen.

Antrieb und Bremsen

Wenn es um Schaltungen geht, wird gleich zu Beginn der Name Shimano in den Raum geworfen. Wie auch Sram zählt Shimano mitunter zu den größten und bekanntesten Fahrradkomponenten-Herstellern weltweit. Dennoch variiert bei beiden Herstellern die Produktpalette von Einsteiger-Modellgruppen hin zu auf das Optimum entwickelten Schalt- und Bremsgruppen.


Grundsätzlich erfüllt das Starter-Schaltwerk, gut eingestellt und gepflegt, genauso seinen Auftrag wie das 300 Euro Flaggschiff. Der Unterschied liegt hier im Detail. Neben einem geringerem Gewicht verfügen wertigere Schalt- und Antriebsgruppen über bessere Lagerungen und Verbindungen, welche die Schaltpräzision unter starker Belastung garantieren. Ganz abgesehen von Funkschaltungen, die ohne den Einfluss von Bowdenzügen die Schaltaufgabe übermitteln. 


Bei Bremsanlagen lohnt sich definitiv der Griff zu den hochwertigen Gruppen. Je nach Preisklasse unterscheiden sich Bremsen bei Mountainbikes in der Ausführung der Bremssättel, der Scheiben und der Hebel. Bremsscheiben gibt es von einfachen Stahl- bis hin zu High-Tech Verbundausführungen, bei welchen die Stahlbremsflanke mit einem Aluminiumkern verbunden wird. Die Wärmeableitung wird optimiert und Fading verhindert. Das bedeutet, die Bremskraft bleibt auch bei starker Beanspruchung konstant.


Bremssättel gibt es in zwei bis vier Kolbenvarianten. Gemeint sind die Bremszylinder, welche auf den Bremsbelag und dann auf die Scheibe drücken. Je mehr Kolben im Bremssattel, desto höher ist die Bremskraft, die Dosierbarkeit, aber gleichzeitig das Gewicht. 

Die Federung

Von Hardtail bis Enduro, die Federung und Dämpfung rundet dein Mountainbike erst richtig ab. Sie bietet Komfort, Sicherheit und verhindert bei richtiger Einstellung, dass du schon im ersten Steinfeld nur noch Passagier bist. Unterschieden wird zwischen Luft- und Stahlfedereinheiten. Einfach zusammengefasst: Luft bietet eine progressivere und Stahl eine lineare Federkennlinie. Mehr dazu kannst du in unserem Blog lesen: Mountainbike Federungen: Unterschiedliche Arten, Einstellung und Pflege.


Das Gewicht

Egal ob Mountainbike oder Rennradrad, egal ob rot, blau oder grün – leicht muss es sein! Kein Begriff wird beim Fahrradkauf inflationärer gebraucht als der des Gewichts. Aber ist das Gewicht eines Mountainbikes wirklich so entscheidend?


Ganz klar, wenn du jeden Hillclimb gewinnen möchtest, dann sollte dein Bike möglichst leicht sein. Carbon-Hardtails kommen da je nach Preisklasse weit unter 10 Kilogramm. Damit dir aber dein Allmountain oder Enduro bergab nicht komplett um die Ohren fliegt, haben diese Bikes stabilere Laufräder, massivere Federgabeln und vieles mehr. Das führt zu Gewichtsbereichen zwischen 13 und 16 Kilogramm


Unabhängig ob XC- oder Enduro-Feile, das Gewicht macht sich am meisten bei den Laufrädern bemerkbar. 200 Gramm entscheiden hierbei schon über Beschleunigung und Wendigkeit. Du möchtest dein Bike Upgraden? Fang bei den Laufrädern an! 


Da wir nur Komplett-Bikes im Angebot haben, gibt es keine Möglichkeit die Komponenten zu tauschen. Das bedeutet, die gesamte Ausstattung ist an das jeweilige Modell gebunden und wird so direkt vom Hersteller geliefert.

Die große Frage bei Mountainbikes: Carbon oder Aluminium?

Wir müssen hier noch kurz ein paar Irrtümer aus der Welt schaffen. Carbon ist leichter und Aluminium stabiler – wenn das so einfach wäre. Vorweg, es gibt kein entweder oder. Beide Materialien haben je nach Einsatzbereich Vor- und Nachteile und werden unter anderem im Rahmen, Felgen sowie dem Lenkerbau eingesetzt.


Aluminium Legierungen weisen in alle Richtungen die gleiche Zugfestigkeit auf, lassen sich verformen und schweißen. Zudem können AL-Legierungen recycelt werden. Je nach Hersteller bieten Aluminium-Bauteile aufgrund voll automatisierter Herstellungsprozesse die günstigere Alternative zu Carbon. Allerdings bleibt der Bereich um die Schweißnähte eine Schwachstelle. 


Kohlenstoff-Fasern (Carbon) bieten in Faserrichtung ein Vielfaches an Zugfestigkeit gegenüber Aluminium. Da allerdings eine Belastung quer zur Faser ausgeschlossen ist, werden die Carbonfasern überlagernd als Matten im Layering-Verfahren gelegt. Die Qualität der Carbon-Matten sowie die Präzision im Herstellungsprozess sind am Ende entscheidend über die Fahreigenschaften von Carbonrahmen, -lenker oder -felgen.


Durch Monocoque-Bauweisen werden alle Fasermatten in einem Prozess unter hohem Druck in einer Form gebacken. Damit bekommt der Carbonrahmen seine entscheidende Festigkeit. Derzeit ist der gesamte Herstellungsprozess von Carbon-Bauteilen noch um ein vielfaches aufwendiger als die Fertigung mit Aluminium, was sich in den Verkaufspreisen der Bikes widerspiegelt. 

Wie wirken sich die Materialien auf die Fahreigenschaften aus?

Schließen wir alle Variablen aus und bestücken einen Hardtail Carbon sowie einen Aluminiumrahmen mit den gleichen Bauteilen, dann zeigen Erfahrungswerte, dass beim Wechsel vom Alu auf den Carbonrahmen der direkte Vortrieb und die Agilität spürbar sind. Gleiches gilt auch bei Allmountain, Endurobikes oder nur bei Laufrädern.


Falls du dich mit dem weicheren Fahrgefühl bergab wohlfühlst oder du deinen Geldbeutel etwas schonen möchtest, kann die Aluminium-Wahl die richtige sein. Carbonlenker bieten hingegen im Bereich Cockpit Vorteile in der Vibrationsdämpfung und damit dem Komfort und der Lenkkontrolle. Im Laufradsegment sind Carbonfelgen extrem steif gegenüber dem Alu-Pendant, haben jedoch erhebliche Vorteile in der Haltbarkeit durch ein verstärktes Felgenhorn. 


Du hast noch nicht genug?

So ein Mountainbike-Kauf muss gut durchdacht werden. Du legst dir ja nicht jedes Jahr ein neues Bike zu – oder?


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