Testbericht Norröna Isolationsjacke

Testbericht: Norrøna Falketind Octa Isolationsjacke

Die Norrøna falketind Octa Jacke ist eine Isolationsjacke mit geringem Gewicht und hervorragender Atmungsaktivität. Sie ist für sehr viele Spielarten des Bergsports und für eigentlich jede Jahreszeit geeignet. Unser Ambassador Valentin Rapp hat die Jacke für uns getestet.

 

Das Octa-Futter von Norrona sorgt selbst bei Nässe für eine hervorragende Isolierung und trocknet dank seiner Konstruktion und Mehrkanalfasern sehr schnell. Die Jacke besteht aus einem recycelten Pertex-Obermaterial, das sehr windbeständig und für einen kleinen Schauer auch genug wasserabweisend ist. An den Seiten der Jacke ist ein Stretchmaterial eingebaut, das für eine super Passform und ein angenehmes Tragegefühl sorgt. Die Jacke hat einen engen, aber angenehmen Kragen, der gut bei Wind schützt, jedoch keine Kapuze. Zwei große Taschen bieten genügend Platz für Handy, Geldbeutel oder ein paar Riegel. An den Enden der Ärmel sind Daumenschlaufen, falls man die Handgelenke wärmen will.

 

Ärmel Isolationsjacke Norröna

 

Erster Eindruck


Durch die flexiblen Seitenteile schmiegt sich die Jacke super an den Körper an, egal ob man darunter nur ein Shirt oder mehrere Lagen trägt. Das eingenähte Futter liegt gut auf der Haut und macht sofort einen angenehm wärmenden Eindruck. Persönlich bin ich auch bei Isolationsjacken ein Fan von Kapuzen, da diese bei gutem Wetter die Hardshell ersetzen und bei Wind dann doch mehr Wärme am Kopf bieten. Dann muss wohl noch eine Mütze mit in den Rucksack. Das Obermaterial ist ein eigener, sehr dünner Layer der nicht mit den Schichten darunter verbunden ist. Da kommt mir gleich der Gedanke, bloß nicht am Fels hängen bleiben sonst hat man da gleich ein Loch in der Jacke. Angenehm: Das Obermaterial ist etwas elastisch, die matte Optik gefällt mir auch sehr gut. Die Ärmel sind eher eng geschnitten, aber durch die elastischen Einsätze passen sie sich super an.

 

Innenfutter Isolationsjacke Norröna

 

Auf Tour


Um die Jacke eingehend zu testen, nehme ich sie zu einem Highline-Projekt mit, bei dem wir Mountainbiken, Wandern, Klettern und Slacklinen kombinieren wollen. Die Rucksäcke sind gepackt, natürlich wie immer viel zu schwer, und es geht von Rottach-Egern in Richtung Daffenstein. Nach den ersten Metern steht mir gleich der Schweiß auf der Stirn, denn die Jacke ist an dem Tag für den Aufstieg einfach viel zu warm. Kein Problem, sie lässt sich sehr klein zusammenrollen und findet auch in meinem überfüllten Rucksack noch Platz. Oben angekommen ist es, wie so oft am Berg, leicht windig. Den ganzen Tag gibt es einen Sonnen- und Wolkenmix. Also ein frisches Shirt und die Jacke drüber angezogen und sofort ist mir wieder warm. Die nächsten Stunden sitze ich entweder am Gipfel im Wind, klettere oder laufe über die Highline und muss keine Sekunde darüber nachdenken, was ich gerade an Klamotten anhabe oder ob mir zu warm oder zu kalt ist. Die Jacke reguliert die Temperatur so gut, dass ich sie gar nicht merke. Das einzig Negative ist, dass sich mein Gedanke beim ersten Eindruck des dünnen Obermaterials bestätigt: Ein kleiner unachtsamer Moment reicht und ich habe von einer Felskante ein kleines Loch im Ärmel. Auch bei der Abfahrt mit dem Mountainbike zeigt die Jacke, wie winddicht sie ist und mir ist wunderbar warm, obwohl die Sonne schon am Untergehen ist.

 

Norröna Isolationsjacke

 


 

Fazit


Mehr, als dass die Jacke hält, was sie verspricht, kann man kaum sagen. Sie ist warm, aber doch atmungsaktiv genug, dass sich die Hitze nicht staut und bietet gegen Wind und Wetter genügend Schutz, wenn es nicht gerade mehrere Stunden regnet. Dass Norrøna bei der Jacke auch sehr großen Wert auf Nachhaltigkeit legt, gefällt mir dazu auch noch sehr. Dies zeigt zum Beispiel der Einsatz von recyceltem Material und das Bluesign Zertifikat. Der Einsatzbereich der Jacke reicht von Wandern bis Skitourengehen. Die Jacke ist leicht und das Packmaß klein genug, um sie immer mit in den Rucksack zu packen.