ARC’TERYX PROTON FL HOODY IM TEST

Das neuste Produkt aus dem Hause Arc‘teryx ist der Proton FL Hoody, welcher seit Februar 2019 im Sportfachhandel erhältlich ist. Der Proton FL Hoody ist laut der Herstellerseite eine „leichte, isolierte und luftdurchlässige Softshell für sommerliche Bergaktivitäten und Felsklettern.“ Das hört sich zunächst einmal nach einer super Jacke für wärmere Tage in den Bergen an.

 

DER PROTON FL HOODY – LEICHT, WINDBESTÄNDIG & ATMUNGSAKTIV


Wenn man den Proton FL Hoody das erste Mal in den Händen hält fällt einem zuerst das extrem leichte Material auf, das eine sehr angenehme Haptik aufweist.
Trotzdem fühlt sich die Jacke robust genug an, so dass man die Kapuzenjacke auch tatsächlich als Softshell tragen kann. Arc’teryx verwendet dafür das Fortius™ Air 20 Gewebe, welches dem Hoody eine leichte Windbeständigkeit und gute Luftdurchlässigkeit verleiht, während die atmungsaktive Octa®Loft Isolierung für ein angenehmes Mikroklima sorgt.
 

 

 

PRODUKTEIGENSCHAFTEN


Außenmaterial Fortius™ Air 20
Innenmaterial Octa®Loft aus 100% Polyester
Gewicht Herren: 342.8 g /Damen: 295 g
Größen Herren: S, M, L, XL /Damen: S, M, L, XL
Passform Athletischer, figurbetonter Schnitt auf Hüftlänge
Aktivität Felsklettern, Alpine Bergtouren

 

DIE ARC’TERYX PROTON FL KAPUZENJACKE IM DETAIL


Fangen wir ganz oben bei der Kapuze an. Hier fällt sofort auf, dass die Jacke über eine erstaunlich große und dennoch hauchdünne verstellbare Kapuze verfügt, perfekt geschnitten, damit auch ein Helm darunter Platz findet. Da ich die Jacke primär bei Freeriden und auf Skitouren getestet habe, war ich sehr überrascht, dass auch mein Skihelm, der im Vergleich mit einem Kletterhelm eher wuchtig erscheint, problemlos unter die Kapuze gepasst hat. Die Kapuze ist zwar windbeständig, aber nicht isoliert, was aber aufgrund ihres Einsatzbereiches nicht wirklich notwendig ist. Ebenso wie der Teil unter den Armen, der durch die weggelassene Isolierung eine optimale Atmungsaktivität gewährleistet. Genau richtig also, um den Dampf dort abzulassen, wo er entsteht.

Im oberen Bereich finden sich außen zwei große Brusttaschen mit Reißverschluss, auf eine Innentasche wurde wahrscheinlich bewusst verzichtet, um so die Jacke schlank und flach zu halten. In diesen kann man gut Kleinigkeiten verstauen, auf welche man zugreifen kann, ohne den Hoody kompliziert öffnen zu müssen. Zudem gibt es zwei weitere Reißverschlusstaschen, welche von innen mit einem super weichen und angenehmen Material versehen wurden. Damit lassen sich kalte Hände schnell wieder aufwärmen.

Arc'teryx Proton Credits @ARC’TERYX

Die Proton FL Jacke hat einen athletischen, figurbetonten Schnitt. Trotz der schlanken Passform hat man aber immer noch eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit – auch im Schulterbereich. Die Arme haben eine gute Länge. Einziger Kritikpunkt war die Länge um die Taille herum, welche mir persönlich zu kurz war. Zwar ist die Jacke konisch geschnitten und somit hinten länger, als vorne, doch hätte die Vorderseite nach meinem Geschmack noch gerne ein paar Zentimeter mehr vertragen können. Dabei sei aber auch anzumerken, dass ich mit 1,90m und 75kg einen sehr schlanken und langen Oberkörperbau habe.

 

 

Wie die meisten Jacken von Arc’teryx, die für den Klettereinsatz designt wurden, findet man auch in der Proton FL die bekannten Schaumstoffeinsätze am Bund der Kapuzenjacken. Was bei Arc’teryx-Neulingen ein Fragezeichen hervorruft, erfreut sich bei Kennern großer Beliebtheit, denn diese kleinen Schaumstoffeinsätze sorgen dafür, dass deine Jacke besonders beim Klettern dort bleibt, wo sie hingehört – nämlich unterhalb deines Gurtes. Ein einfaches Mittel mit großer Wirkung und somit auch Freude für den Nutzer, denn so sitzt die Jacke perfekt und verrutscht nicht.

 

EIN HOODY, DER TATSÄCHLICH HÄLT, WAS ER VERSPRICHT


Nach dem ersten Betrachten und der Anproben war klar, dass die Jacke gut sitzt, man genügend Bewegungsfreiheit hat und sie zugegebenermaßen auch noch echt gut aussieht. Nun ging es aber ans Eingemachte – der eigentliche Test, der zeigen sollte, ob die Jacke auch hält, was sie verspricht. Nach mehreren Skitouren, die sich im Temperaturbereich von 6°C bis -10°C bewegten, muss ich zugeben: Ich war beeindruckt. Dieser Hoody ist einfach großartig! An kalten Tagen kann in man die Proton FL perfekt als Midlayer tragen. Als Midlayer unter einer Hardshell – ich hatte die Arc’teryx Sabre LT genutzt – war es einfach nie zu warm und auch nie zu kalt. Genau richtig eben! Sie sorgt für eine sehr gute Regulation der Körpertemperatur und atmet gut im vorderen Bereich. Beim Tragen eines Lawinenrucksacks, schwitzt man für gewöhnlich schneller im Rückenbereich, doch auch hier hat die Proton FL ganze Arbeit geleistet. Auch wenn sich Schweiß in der Rückenpartie aufgebaut hat, so war dies nie von langer Dauer. Es war einfach unglaublich beeindruckend, wie schnell die Jacke wieder trocken wurde.

 

Arc'teryx Proton Credits @ARC’TERYX

 

EIN ALLESKÖNNER AUF DEN MAN NICHT MEHR VERZICHTEN MÖCHTE


Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Proton FL Hoody nicht nur für warme Sommertage und zum Klettern geeignet ist. Nein, vielmehr ist es ein Hoody für alle sportlichen, oder auch mal gemütlicheren, Aktivitäten. Sollte eine etwas anstrengendere Skitour geplant sein ist die Proton FL ein „must-have“. Leicht, atmungsaktiv und bemerkenswert schnell trocknend. Bei kühlen Temperaturen ist sie perfekt als Midlayer zu tragen. In windausgesetzten Passagen kann man einfach, schnell und unkompliziert die Kapuze über den Helm ziehen und sofort wird es einem wieder angenehm warm und bei sonnigem Wetter ist sie als leichte Softshell der optimale Begleiter. Sollte man länger unterwegs sein und von Hütte zu Hütte touren, dann macht der Proton FL auch Abends in der Stube eine echt gute Figur. Zusammenfassend lässt sich sagen, der Proton FL Hoody von Arc’teryx ist ein wahrer Alleskönner und für jede Aktivität in den Bergen, sei es als Midlayer oder Softshell, geeignet.

 

 

PRO UND CONTRA


PRO CONTRA
Gute Passform Vorderseite etwas kurz
Schnell trocknend  
Atmungsaktiv und windbeständig  
Schick und stylish  

 

Arcteryx Proton Credits @ARC’TERYX

 

Ein Testbericht von Daniel Moder