Freeriden & Skitouren in Japan: Die besten Gebiete im Überblick

Du träumst vom endlosen Skifahren durch den Wald, langen Geländeabfahrten und leckerem Essen? Damit bist Du nicht alleine. Eines ist sicher: Japan ist das richtige Reiseziel! Hier wirst Du nicht nur Abfahrten im tiefsten, weichsten Schnee genießen, sondern auch eine einladende Kultur erleben, Schüsseln voller dampfender Ramen Noodles schlürfen und in den sogenannten „Onsens“, Japans natürlichen heißen Quellen, relaxen.

Japan ist als Heimat einiger der besten Powder Skigebiete der Welt bekannt. Und es ist wahrscheinlich schon lange auf der Bucket List von vielen. Einer der Hauptgründe ist sicherlich die unglaubliche Menge an Schnee, welche diese Insel jedes Jahr bekommt. Exakte Zahlen gibt es zum durchschnittlichen Schneefall in Japan kaum, aber es wird geschätzt, dass Teile Japans jährlich 10-18 Meter frischen Neuschnee bekommen. Also pack Deine Freeride- und Tourenski ein und mach Dich bereit für Dein nächstes Powderabenteuer!

Unser übersichtlicher Guide beinhaltet die besten Skigebiete für Powdertage und alles drum herum, sodass Du Deine Reise in das „Land der aufgehenden Sonne“ planen kannst.

 

 

Japans beste Skigebiete für powder liebhaber im überblick


Von Nord bis Süd gibt es mehrere hundert Skigebiete in Japan. Der Süden der Insel bekommt sehr viel guten Schnee, im Norden fällt er allerdings viel regelmäßiger. Unter all diesen tollen Skigebieten haben wir die besten 5 zum Powdern herausgesucht:

 

1. Niseko

Niseko bekommt jährlich eine unglaubliche Menge an Neuschnee, wodurch es als eines der legendärsten Freeride Gebiete in Japan bekannt wurde. Niseko liegt in Hokkaido, circa 100km südwestlich von Sapporo und dem New-Chitose International Airport. Das Skigebiet ist für besten Powder und leicht erreichbares off-piste Gelände, welches auch slackcountry gennant wird, bekannt. Dieses Gebiet ist rundum toll – denn hier ist einfach für jeden das Richtige dabei! Alle vier Skigebiete in der Gegend sind mit einer Liftkarte nutzbar, sodass Dich fast 50km präparierter Piste, tiefster Powder und endlose Fahrten durch Waldhänge erwarten.

Gut zu wissen: In Niseko wirst Du die größte Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten finden. Von B&B Hütten zu Apartments und luxuriösen Wohnungen. Niseko ist als die Schneefabrik Japans bekannt und verzeichnet jährlich ca. 15m Neuschnee. Aufgrund dessen musst Du allerdings damit rechnen, Deinen Spielplatz mit einigen Gleichgesinnten der ganzen Welt teilen zu müssen. Und vergiss nicht, die Stirnlampe einzupacken, denn Nachtskifahren ist in Japan beliebter als man denkt!

 

 

 

2. Myoko

Da es die meisten Menschen eher in die beliebten Skigebiete im Norden der Honshu Insel zieht, ist Myoko außerhalb Japans relativ unbekannt. Myoko liegt in der Präfektur Nigata, drei Stunden mit dem Zug von Tokyo entfernt und eine Stunde nördlich von Nagano, wo 1998 die Olympischen Winterspiele stattfanden.

Myoko Kogen ist kein gewöhnliches Skigebiet. Viel mehr ist es ein Gebiet, welches Hokushingogaku genannt wird und eine spektakuläre Reihe an 10 Ski Gebieten umfasst: Myoko Akakura Onsen, Akakan ResortIkenotaira OnsenMyoko SuginoharaSeki Onsen, Kyukamura, Myoko Ski ParkLotte Arai ResortMadarao Kogen und Tangram Ski Circus. Alle haben ihre eigenen Besonderheiten. Neben ausgesprochen guter Tiefschnee Qualität – denn sie bekommen alle etwa 14m jährlich (!) – wirst Du hier einige aufregende Gelände Parks und erfrischend lange Abfahrten in dem Myoko Kogen Skigebiet finden. Das Gebiet ist außerdem für seine vielen lokalen Onsens (Thermalquellen), ausgehend vom Jigoku-dani Tal zwischen Mt. Myōkō und Mt. Mae, bekannt.

Gut zu wissen: Ohne Zweifel lässt sich sagen, dass das Myoko Skigebiet perfekt ist für alle, die auf der Suche nach Tiefschnee sind und die japanische Kultur erleben und kennen lernen möchten. Myoko ist ganz anders als die westliche Skiwelt, es ist ein echter, unberührter japanischer Skiort, an dem Du Deine Welt etwas verlangsamen kannst. Im Vergleich zu anderen Gebieten Japans sind Myokos Skipatrouillen für ihre etwas lockerere Herangehensweise an off-piste Fahrer bekannt.

 

 

 

3. Hakuba

Das Skigebiet Hakuba liegt im Herzen der japanischen Alpen auf der Hauptinsel Honshu. Das Hakuba Tal hat ganze 11 Skigebiete mit einer riesen Vielfalt an Geländevariationen. Aber ein Skigebiet in der Gegend ist ganz besonders: Das Hakuba Cortina Ski Resort. Es ist das nördlichste Gebiet des Tals und ist für die lockersten Off-piste Regelungen bekannt. Die anderen Gebiete in der Nähe sind sehr old school unterwegs: wenn Du im Gelände erwischt wirst, könntest Du sogar Deine Liftkarte verlieren. Aber Cortina ist anders und viel entspannter. Hier wirst Du in den Waldhängen den Spaß Deines Lebens haben und Deine tägliche Dosis Adrenalin im steileren Gelände abbekommen. Noch ein Vorteil: Mit 11 Meter Schnee im Jahr ist Cortina den anderen Gebieten in der Umgebung voraus.

Gut zu wissen: Das „Geheimnis“ um Cortina ist mittlerweile weit bekannt, weshalb es nicht mehr das unbekannte Powdermecca von vor einigen Jahren ist. Hier reisen immer mehr Freerider an. Aber obwohl es heutzutage etwas voller als früher ist, ist es trotzdem absolut unglaublich und die Reise zu 100% wert!

Außerdem macht auch die Freeride World Tour in Hakuba Halt! Falls Du zur gleichen Zeit dort sein solltest, darfst Du Dir dieses Event nicht entgehen lassen! Die FWT tourt in den besten Freeride Gebieten der Welt: Verbier, Fieberbrunn, Andorra und BC. Hier findest Du einige tolle Einblicke in das FWT Event 2017.

Lust auf tolle Fotos und Videos? Besuche das Hakuba Instagram Profil!

 

 

 

 

4. Asahidake

Auf der Suche nach dem ultimativen Tiefschnee Paradies??! In Asahidak wirst Du fündig werden. Das Gebiet liegt im Daisetsuzan National Park. Mit seinen 2.291 Metern ist dies der höchste Berg der japanischen Insel Hokkaido. Dank seiner Höhe ist der Schnee in Asahidake super fluffy, extrem trocken und sehr leicht… und es gibt unglaublich viel davon! In Asahidake – oder auch der Powder Himmel – fallen jährlich 14 Meter Neuschnee. Und es wird noch besser: Anders als viele andere Skigebiete ist das Abseitsgelände hier beinahe unkontrolliert. Das i-Tüpfelchen: Eine Gondel bringt Dich direkt auf die Spitze, sodass Du ganz einfach in die off-piste Abfahrten starten kannst. Asahidake ist die crème de la crème der Skigebiete, ein riesiger Spielplatz für alle Freerider!

Gut zu wissen: Asahidake ist ein aktiver Vulkan, der viel Schwefeldampf abgibt – daher kann es manchmal etwas stinken. Offiziell ist er viel mehr ein National Park als typisches Skigebiet. Dies bedeutet, dass die Räumlichkeiten des Gebietes, sowie die Liftkapazitäten begrenzt sind, um die Besucheranzahl niedrig zu halten. Daher ist auch Asahidakes Nightlife non-existent, sofern Du nicht Deine eigene Party veranstaltest..

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5. Furano

Nach japanischen Standards ist Furano eines der größeren Skigebiete der Hokkaido Insel – naja, verglichen mit Europa oder U.S. Standards ist es relativ klein. Aber das macht gar nichts, denn Furano hat einiges zu bieten, was auf der Insel einzigartig ist. Das Gebiet liegt im Zentrum der Insel und hat eine der besten, steilsten Falllinien. Diese geografische Begebenheit ist perfekt für den leichtesten, trockensten Schnee und wunderschöne Tage mit blauem Himmel. Mach Dich bereit für frischen Neuschnee und 974m vertikale Vulkan-Lines. Skifahren am Furano bringt so einige atemberaubende Momente mit sich!

Gut zu wissen: Neben den tollen Schneeverhältnissen dieses Gebietes sind auch die Einheimischen für ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft bekannt. Außerdem liegen einige Gebiete wie Kamui, Asahidakte und Takachidake direkt ums Eck. An schlechten Tagen gibt es außerdem eine Vielzahl an anderen Aktivitäten wie Onsens (Thermalquellen) Touren, Eislochfischen oder ein Besuch im Furano Winter Dorf.

 

  

 

Plane deine reise nach japan


Der beste Zeitpunkt, um mit Deiner Planung für die Reise nach Japan zu beginnen, ist im Sommer davor. Dadurch hast Du genug Zeit, um die besten Deals zu finden und bei der Sommerhitze Deine Füße im Pool mit Bier in der Hand zu kühlen. Der beste Zeitpunkt um in Japan zu sein, ist Januar und Februar. Du solltest allerdings immer auf Nationale Feiertage achten, bevor Du Deine Reisedaten festlegst. Von jetzt an hast Du also genug Zeit, um Dich mit dem Wichtigsten zu beschäftigen: Deinem Flugticket!

 

Wie kommst Du nach Japan?

Das Wichtigste zuerst! Es gibt einige Dinge, die Du beim Flugbuchen wissen solltest. Heute wollen wir mit Dir unsere ausgeklügelsten Geheimnisse bezüglich des Buchens von billigen Flügen teilen. Sicherlich, last-minute Deals sind immer eine Option, aber nicht immer die günstigste. Um das beste Angebot zu finden, solltest Du generell laut Studien etwa 7 Wochen im Vornherein suchen. Für Japan gilt es allerdings, etwas früher als sieben Wochen dran zu sein. Wieso? Weil hier im Januar und Februar viele Feiertage sind. Und wie wir alle wissen: An Feiertagen sind Flüge verrückt teuer.

Eine gutee Idee wäre es, sich für Preisalarme anzumelden. Du kannst Dich entweder direkt bei Deiner Lieblingsairline dafür registrieren oder bei einer der vielen Vergleichsportale, beispielsweise skyscanner.net, kayak.com, Google Flights und alle, die Du noch so findest.

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Eine weitere praktische Sache sind Airline Meilen. Mach Dich schlau, researche ein wenig und wenn Du Glück hast, kannst Du ein gratis One-way Ticket nach Japan ergattern. 😉

 

 

Mit dem Zug durch Japan

Japan ist sicherlich nicht eines der billigen Länder dieser Erde, aber es ist auch nicht so extrem teuer, wie die meisten erwarten. Fortbewegung ist auf jeden Fall eine der höheren Ausgaben, mit denen Du rechnen musst. Aber gute Qualität hat nun mal seinen Preis und Japan hat ein ausgezeichnetes Zugnetz. Wenn Du also vorhast, durch das Land zu zippen, dann ist Zug sicherlich die billigste und praktischste Option. Um die Zugkosten zu reduzieren, solltest Du Dir ein Langzeitticket besorgen. Es gibt viele verschiedene Tickets, mit denen Du unlimitiert in einem Gebiet fahren oder Roundtrips machen kannst.

 

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Japan Rail pass – auch JR genannt, ist ein Zugticket für das ganze Land, mit dem Du Hochgeschwindigkeitszüge, einige Express Züge, lokale Züge, sowie JR Busse und die JR Fähre nach Miyajima nutzen kannst. Der Japan Rail Pass ist ein spezielles Ticket, das nur für Reisende  aus dem Ausland gilt – kurz gesagt: ein Touristenticket. Das reguläre Ticket gilt für 7, 14 oder 21 aufeinanderfolgende Tage. Das 14-Tage Ticket kostet etwa 46.390 YEN (circa 350 EUR), was auf der ersten Blick sehr teuer erscheint. Aber jegliche Alternativen wie einzelne Tickets oder U-Bahn Tickets sind deutlich teurer. Dieses Ticket zahlt sich also definitiv aus, wenn Du längere Distanzen fahren möchtest. Es gibt auch einige lokale Zugtickets, die von Japan Guide sehr gut zusammen gefasst wurden.

Gut zu wissen: In Japan gibt es etwas, das nennt sich takkyūbin. Dies ist eine Art Gepäcktransport Service. Viele nationale Touristen nutzen dies, um ihre Taschen (Golf, Surf, Ski,…) schon im Vornherein in ihre Zieldestination liefern zu lassen, sodass ihnen das mühselige Schleppen von schwerem Gepäck in öffentlichen Verkehsmitteln erspart bleibt. Der Hands-Free Travel Guide bietet eine gute Erklärung zu diesem Service.

 

 

Durch das Land mit dem Auto

Ein Auto mieten ist auch eine gute Option. Klar, öffentliche Verkehrsmittel sind praktisch, können aber auch anstrengend sein, wenn Du all das schwere Gepäck dabei hast. Außerdem ist ein Auto notwendig, wenn Du an einige abgelegenere Orte reisen möchtest.

Das Mindestalter, um in Japan fahren zu dürfen, beträgt 18 Jahre. Außerdem wirst Du einen Internationalen Führerschein (IDP – International Driving Permit) benötigen. Diesen bekommst Du für einen geringen Preis bei Deinem nationalen Automobilclub vor Deiner Reise. Wichtig ist, dass Dein IDP auf der 1949 Geneva Convention basiert, denn dies ist die einzige, welche in Japan akzeptiert wird. Es gibt einige Länder, wie zum Beispiel Deutschland, Belgien, Frankreich, Monaco, Slowenien, die Schweiz oder Taiwan, die keine IDPs auf Basis der 1949 Geneva Convetion ausstellen. Aber keine Sorge: Diese Länder haben spezielle Abmachungen mit Japan, die es seinen Einwohnern erlauben, in Japan bis zu einem Jahr lang zu fahren – allerdings nur mit offizieller japanischen Übersetzung ihres Führerscheins.

 

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Japan hat mit über 20 Ländern ein bilaterales Abkommen, welches den Prozess des Erlangens eines Führerscheins erleichtert. Das bedeutet: Du kannst Dir Deinen eigenen japanischen Führerschein holen, und es ist längst nicht so schwierig, wie Du denkst. Du musst lediglich zum lokalen Führerscheinaussteller mit einer offiziellen Übersetzung Deines Führerscheins sowie Deinem Pass gehen. Dort musst Du dann außerdem beweisen, dass Du Deinen Führerschein bereits mindestens 3 Monate im Ursprungsland besessen hast, sowie einen kleinen physischen Test und Sehtest absolvieren. Wenn Du dies alles bestehst, bekommst Du Deinen japanischen Führerschein noch am selben Tag.

Damit hast Du alle wichtigen Infos zum problemlosen Autofahren in Japan. Ach nein, ein wichtiges Detail fehlt noch: In Japan fahren die Autos auf der linken Seite. Also mach Dich auf kognitive Gehirnarbeit gefasst!

 

 

 

Deine Unterkunft

Das ist wie immer eine Frage des Budgets. Wenn Du Dein hart-verdientes Geld sparen möchtest, sind Gruppen-Lodges eine gute Option. Wenn Du Dein Zimmer mit mehreren Menschen teilst, lernst Du sicherlich einige neue Leute mit ähnlichen Interessen kennen – aber es kann natürlich auch nervig sein, wenn Ihr Euch nicht versteht. Wenn Du nicht alleine, sondern mit einer größeren Gruppe unterwegs bist, dann sieh Dir die Unterkünfte auf AirBNB an. Hier finden sich manchmal richtig tolle Angebote!

 

 

Reise mit evo.com nach Japan

Sicherlich kannst Du Deine Reise selber planen, das Internet nach der besten Unterkunft, dem billigsten Transfer, Liftkarten, lokalen Guides und was nicht alles benötigt wird, durchforschen – aber dies benötigt nicht nur viel Aufmerksamkeit und Passion, sondern vor allem viel Zeit. Du kannst das Ganze auch einfacher machen und Dir die Angebote unserer Freunde auf evo.com ansehen.

 

 

Seit einigen Jahren bietet evo.com mit evoTrip Abenteuer Urlaube. So kannst Su super gemütlich in abgelegene Orte reisen, neue Kulturen erleben und gleichzeitig Seinen Lieblingssport ausüben – und das ohne Stress.

Zurzeit bieten sie einen 8-Tages Ski/Snowboardtrip nach Myoko und Hakuba zu early-bird Preisen an. Schau auf zur Website unserer Freunde vorbei, um Dir einen Platz zu sichern!

 

 

 

 

Wissenswertes für deine reise nach japan


Wenn Du ins Ausland reist und nicht wie ein Dummkopf dastehen willst, ist es immer gut, über einige Dinge Bescheid zu wissen. Sicherlich erscheint Japan für viele von uns sehr exotisch mit seiner komplett anderen Kultur, ganz anders als in Europa oder Nordamerika. Aber wenn du das Reisen liebst, dann bist Du so und so sehr offen, also sollte es nicht allzu verwirrend werden. Trotzdem, hier ein paar Tipps, die Deine Reise ins wunderschöne Japan etwas einfacher machen:

 

Das Ding mit dem Schuhe-Ausziehen

Egal in welchem Guide Du über Japanreisen nachliest, überall wirst Du als allererstes „das Ding mit den Schuhe“ lesen. Immer, wenn Du in ein japanisches Heim betrittst, musst Du ganz einfach Deine Schuhe ausziehen. Aber es ist gar nicht so einfach, denn die japanische Schuhkultur geht noch viel tiefer und immer, wenn Du denkst, Du hättest das Ganze durchschaut, kommt noch was Neues dazu. Zusammenfassend musst Du Deine Schuhe in all diesen Situationen ausziehen:

  • wenn Du jemanden Zuhause besuchst
  • wenn Du in ein Restaurant gehst
  • Wenn Du Heiligtümer und Tempel besuchst
  • Wenn Du in traditionelle Geschäft gehst
  • Wenn Du an Tee Zeremonien teilnimmst
  • Wenn Du ein Onsen oder Sentō besuchst
  • Wenn Du eine hölzerne Treppe betrittst

Das Ding mit dem Schuhe ausziehen wirkt anfangs sehr verwirrend: Die Japaner wollen Schmutz reduzieren. Japans Klima ist sehr feucht und die Temperaturen sind oft hoch. Das bringt viel Regen – und besser noch, sehr viel Schnee. Aber das ist auch der Grund dafür, dass Deine Schuhe schmutzig werden. Und wenn Du sie nicht ausziehst, dann wird es auch der Boden. Dank der japanischen Tradition „leben“ die Menschen oft am Boden. Sie sitzen auf dem Tatami (traditioneller japanischer Boden), sie legen ihre Matratze auf den Boden… Und wer will schon im Schmutz leben, schlafen und essen?

 

Wir treffen uns am Onsen! Hää bitte wo?

In einem Onsen badest Du in japanischem Stil. Onsen sind typische, traditionelle japanische Thermalquellen, in denen die Allgemeinheit zusammenkommt, um ihren Körper zu regenerieren. Und was gibt es Besseres, als eine Thermalquelle nach einem langen Tag im Tiefschnee? Die Regeln sind einfach:

  • Zieh Deine Schuhe aus – wieder(!)
  • Finde und nutze die richtige Umkleide: Frauen Umkleidezimmer haben rote Vorhänge, die der Männer blaue
  • Zeit sich auszuziehen – denn in den Onsens gilt „nur nackt“
  • Wasche Dich sorgfältig bevor Du ins Wasser steigst und nutze seeeeehr viel Seife
  • Binde Deine Haare zusammen
  • Wickle Dein Handtuch auf den Kopf, denn beim Aussteigen wirst Du es brauchen

 

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Es gibt noch einige interessante und wichtige Dinge zur japanischen Onsen Kultur: Menschen mit Tattoos wird oft der Eintritt verweigert. Aber es gibt einige private Onsens und Zimmer mit offenen Bädern, wo Du diese Art der japanischen Kultur in Ruhe genießen kannst, auch wenn Du tätowiert bist. Der Grund für dieses Verbot ist kulturell. In der westlichen Welt werden Tattoos heute oft als Schmuckstück oder Selbst-Expression gesehen. Aber in Japan haben Tattoos noch eine andere historische Bedeutung. Die Japaner verbinden Tattoos oft mit Mitgliedern illegaler Organisationen und Kriminellen, und je älter sie sind, desto schlimmer wird es. Dies wird auch als Irezumi Kultur bezeichnet. Dies ist der einfache Grund, wieso Menschen, die mit kriminellen Gruppierungen in Kontakt waren, auch der Eintritt in Onsens verwährt wird. Aber wie gesagt: Nicht alle Onsens folgen diesen Regeln. Gott sei dank gibt es immer mehr liberale Onsens, dennoch sind es noch sehr wenige.

 

 

Genieße das schmackhafte Essen

Japan ist der Ursprungsort von vielen leckeren, frischen Gerichten. Ohne Zweifel ist das bekannteste japanische Essen Sushi. Heutzutage bekommt man Sushi überall auf der Welt. Sushiköche schwingen weltweit ihre super scharfen Messer, schneiden rohen Fisch mit einer unglaublichen Präzision und formen die glitzernden Meeresfrüchte zu einer Reisrolle. Roher Fisch ist sicherlich das Aushängeschild der japanischen Küche, aber es gibt mehr als nur Gemüse und Fisch in einer Reisrolle: Ramen, Udon, Sukiyaki, Hittsumi-jiru, Yakitori, Onigiri, Matsusaka beef ($$$), Unagi, Tempura, Kaiseki, Soba, und viele weitere Delikatessen.

 

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Gut zu wissen: Du musst kein Trinkgeld geben, wenn Du in einem Restaurant in Japan bist. Vielmehr wird Trinkgeld in der japanischen Kultur als unhöflich betrachtet, also lass es am Besten bleiben und spar Dir Dein Geld für noch mehr tolles Essen.

Sprachbarrieren überwinden:

Leider ist die japanische Sprache sehr schwierig zum Erlernen. Aber keine Sorge, keiner erwartet von Dir eine komplette Konversation auf Japanisch. Aber dennoch: Nicht jeder spricht Englisch, besonders außerhalb der Touristengebiete. Also ist es sicherlich nicht schlecht, einige Wörter Japanisch dabei zu haben.

  • Hallo – Konnichiwa
  • Auf Wiedersehen – Sayōnara
  • Entschuldigung – Sumimasen
  • Bitte – Kudasai
  • Danke – (Dōmo) Arigatō 
  • Wo ist die Toilette? – Benjo wa doko desu ka?? 
  • Prost! – Kanpai!
  • Ich verstehe nicht – Wakarimasen
  • Ich spreche kein Japanisch- Nihongo o hanasemasen
  • Sprichst du Englisch? – Eigo wa dekimasu ka?
  • Tut mir Leid – Gomen nasai
  • Wer will ein Bier? – Beeru nomu hito
  • Ein Bier bitte! – Beeru o ippai kudasai
  • Zwei Bier bitte! – Beeru o ni hai kudasai
  • Mein Luftkissenfahrzeug ist voller Aale  – Watashi no hobākurafuto wa unagi de ippai desu.

 

Ohne Geld macht das Ganze keinen Spaß

Japan ist das Land, die Heimat und das Herz von Technologie, Robotern und aller möglichen fortgeschrittener Elektronik. Aber trotzdem ist Japan ein Bargeldland und eher schwach, was Bezahlungsmöglichkeiten mit Kredit Karten, Bankomatkarten oder  – noch schlimmer: Schecks – betrifft. Vor allem bei kleineren Einkäufen ist Bargeld einfach praktischer. Bei der Unterkunft wirst Du allerdings mit Karte keine Probleme haben. Dennoch: besonders wenn Du in abgelegene Gegenden reist, solltest Du davor bei einem Geldautomaten einige YEN abheben. Keine Sorge, in jedem Seven-Eleven Store gibt es diese und außerdem bekommst Du dort auch immer leckeres Sushi.

Gut zu wissen: Bevor Du nach Japan startest, solltest Du Deiner Bank Bescheid geben, dass Du auf die Vulkaninsel reist und Deinen maximalen Abhebebetrag herausfinden. Außerdem musst du womöglich mit Abhebegebühren rechnen, also schau Dir das lieber vorher genau an.