Isomatten: Warum sie so wichtig sind

Der Schlafsack ist gepackt, das Camping Geschirr verstaut und los geht’s. Spätestens, wenn sich die Dunkelheit über den Bergen ausbreitet und Du mit Deinem Schlafsack auf Gras und Steinen liegst, spürst Du förmlich, was Du vergessen hast: Die Isomatte. In diesem Blogbeitrag erklären wir Dir, warum Dir das nicht passieren sollte, welche Isomatten es gibt und warum sie immer eine gute Investition sind. 

 

Isomatten guide: Warum isomatten einfach Sinn machen


Wer einmal ohne Isomatte in der freien Natur geschlafen hat, weiß, warum eine gute Isomatte wichtig ist. Und zwar genauso wichtig, wie ein guter Schlafsack. Niemand möchte mit Nackenschmerzen und mit Druckstellen von den harten Steinen unter sich aufwachen. Niemand möchte mit seinem Kopf auf dem harten, nassen Boden liegen, schlaflose Nächte erleiden und am nächsten Morgen völlig durchfroren und gerädert auf die Bergtour gehen. Auf qualitativ hochwertigen Isomatten hast Du diese Probleme nicht. Sie schützen Dich vor Kälte und Nässe und ermöglichen es Dir auf einem weichen und ebenmäßigen Untergrund zu schlafen. Außerdem schützen Isomatten nicht nur Dich, sondern auch Deinen Schlafsack. Steine, Äste und nasse Erde tun nämlich auch ihm nicht gut. 

 

 

Isomatten guide: Welche Typen gibt es? 


So, wie es unterschiedliche Schlafsack Typen gibt, gibt es auch unterschiedliche Isomatten Typen. Je nach Bedarf und Vorlieben gibt es verschiedene Variationen. Wir geben Dir einen kleinen Überblick.

 

Der Klassiker: Isomatten aus Schaumstoff

Ein jeder von uns ist wahrscheinlich schon mal auf ihr gelegen: Die Isomatte aus Schaumstoff. Der Klassiker unter den Camping- Utensilien weckt Kindheits- und Jugenderinnerungen. Zeltlager, Campen mit den Eltern oder die Party am See. Dafür ist die Isomatte aus Schaumstoff gut geeignet. Noch dazu ist sie meistens recht kostengünstig und unkompliziert. Du musst sie schließlich nur ausrollen. 

Für Isolation sorgen Alu-Isomatten. Auch sie gehören zu den absoluten Klassikern. Die Alubeschichtung auf dem Schaumstoff isoliert die Wärme des Körpers und sorgt dafür, dass die Kälte des Bodens nicht nach oben dringt. Idealerweise legt man die Alu Isomatte unter oder auf die Isomatte aus Schaumstoff. Somit bist Du doppelt gesichert. 

 

 

 

Die Superbequemen: Aufblasbare Isomatten

Worauf liegt es sich leichter, als auf Luft? Eben. Darum sind aufblasbare Isomatten so beliebt. Du musst sie lediglich aufblasen oder aufpumpen, schließt das Ventil und fertig. Fürs Aufblasen empfiehlt sich ein sogenannter Pumpbag, wie etwa der UL Pumpsack von Exped. Manche Hersteller haben Systeme entwickelt, die im Schlafsack integriert sind und mit denen Du Deinen Schlafsack ganz einfach aufblasen kannst, damit Dir auch die Puste nicht ausgeht. Die Luft in der Matte sorgt für einen optimalen Druckausgleich. Rückenschmerzen und Druckstellen sind passé.

Je qualitativ hochwertiger Deine aufblasbare Isomatte ist, desto isolierender und robuster sollte sie sein. Wärmereflektierende thermische Barrieren sorgen etwa dafür, dass Du bei Deiner Übernachtung unter freiem Himmel nicht frierst. Aufblasbare Isomatten bestechen außerdem mit geringem Packmaß, sie sind gut verpackbar und schlagen mit nur wenig Gewicht zu Buche.

Übrigens: Liegen leichte Isomatten auf robustem Untergrund, empfiehlt es sich, sie zusätzlich in einen Biwaksack zu packen. 

Aufblasbare Isomatten, die selbst bei Minusgraden bestehen, können auch mit Daunen gefüllt sein, zum Beispiel bei Mountain Equipment. Der Mountain Equipment Aerostat Down ist mit einem Down Codex® zertifiziert und wärmt bis zu – 40 Grad. 

 

 

 

Die Praktischen: Selbstaufblasende Isomatten

Eine praktische Variante der aufblasbaren Isomatten sind die selbstaufblasbaren Isomatten. Die Außenschicht ist luftdicht. Um die Isomatte mit Luft zu füllen, öffnet man einfach ein Ventil. Wenn es nach der Übernachtung auf den nächsten Gipfel geht, lässt man die Luft einfach wieder heraus und schließt das Ventil. 

Selbstaufblasbare Isomatten sind leicht und unkompliziert mit wenig Packmaß und einfacher Handhabe. Ideal für die nächste Trekkingtour. 

Hersteller wie etwa Therm-A-Rest, Exped oder Sea to Summit stellen auch selbstaufblasende Isomatten aus Schaumstoff her. Teilweise werden sie sogar bis zu 10 Zentimeter dick. Absolut komfortabel. So musst Du selbst beim Campen nicht auf ein bequemes Matratzen-Feeling verzichten. 

 

 

Isomatten guide: was bedeutet der R-Wert?


Vielleicht ist Dir beim Durchschlendern durch die Outdoor-Abteilung schon öfters der R-Wert ins Auge gesprungen, Du weißt aber nicht, was er bedeutet? 

Ganz einfach. Der R-Wert einer Isomatte bezeichnet den Wärmedurchangswiderstand eines Materials. Je höher der Wert ist, desto besser isoliert die Isomatte.  Eine Matte mit R-Wert 1 ist für drei Jahreszeiten mit warmen Nächten mit bis zu +7 Grad geeignet. Ab einem R-Wert von 3 ist die Matte dann für alle vier Jahreszeiten und auch für kühlere Nächte mit bis zu ca -5 Grad passend. Und ein R-Wert von 6, das Maximum, ist perfekt für lange Wintertouren mit Nächten von bis zu -25 Grad. Ein Anhaltspunkt ist auch die Dicke der Matte. Denn je dicker sie ist, desto höher wird auch der R-Wert sein

 

Isomatten Guide: Wie lagere ich meine Isomatte?


Selbstaufblasbare Isomatten sollten am besten in gefülltem Zustand gelagert werden. Aufblasbare Isomatten ohne Schaumstoff kannst Du rollen oder komprimieren. Nur bei Isomatten mit Daunenfüllung ist Vorsicht geboten: diese sollten nicht komprimiert werden. Am besten du lagerst sie ausgerollt und mit offenem Ventil.

Auf keinen Fall sollte die Matte in der Sonne gelagert werden. Die Wärme und die Strahlung könnten die Materialien beschädigen

 

Isomatten Guide: Wie pflege ich meine Isomatte? 


Verschmutzt die Isomatte stark, kannst Du sie ganz einfach reinigen.  Es empfiehlt sich, die Isomatte abzuwischen. Achte darauf, dass sie hinterher gut trocknen kann.

 

Isomatten Guide: Wie repariere ich meine Isomatte?


Deine Isomatte hat kleine Risse? Oder ist nicht mehr richtig dicht? Unterwegs kann das Material der Isomatte durchaus mal in Mitleidenschaft gezogen werden. Kein Grund in Panik zu geraden. 

Kleinere Beschädigungen kannst Du mit einem Reparaturset selbst beheben. Du verklebst die undichten Stellen oder flickst sie. Wenn Du Dir unsicher bist oder die Schäden groß sind, suche am besten einen Fachmann auf. 

 

Isomatten Guide: Was brauche ich sonst noch um gut zu schlafen?


Natürlich sollte nicht nur Dein Körper beim Campen und Biwakieren weich und komfortabel liegen, auch Dein Kopf braucht eine weiche Unterlage. Perfekt dafür geeignet sind aufblasbare Kissen.

Die gibt es auch in der Sitzvariante. Damit Du Deinen Kaffee nicht auf dem harten, nassen Boden trinken musst. 

In unserem Online Shop findest Du eine breite Auswahl unterschiedlichster Kissen und Isomatten

 

 

 

 

Weitere Infos zum Thema Campen:

 

Welchen Schlafsack brauche ich?

Übernachten unter freiem Sternenhimmel? Der Biwak-Guide

Bester Outdoor Kaffee-Moment

 

Foto Header: ©BenMatthews for Thermarest