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Got Bag

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Das Unternehmen Got Bag hat es sich im Jahr 2016 zur Aufgabe gemacht, Plastik aus dem Meer Südostasiens zu sammeln, zu recyceln und zu Rücksäcken zu verarbeiten. In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern versucht Got Bag auch andere Kunststoffsorten zu recyclen, um neue Clean-up-Möglichkeiten zu erschließen. Präventiv sammelt das Unternehmen auch unsachgemäß entsorgten Plastikmüll, sodass er nicht die Chance hat ins Meer zu gelangen.

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Seit 2016 hat es sich Benjamin Mandos, Gründer von GOT BAG, zur Aufgabe gemacht, Plastikmüll, der in den Meeren Südostasiens landet, gemeinsam mit lokalen Fischern zu sammeln und zu Rucksäcken, Taschen und Hip Bags zu verarbeiten.


Dabei setzt das junge Unternehmen auch auf Präventionsarbeit, damit in einem Müll-Epizentrum wie Indonesien weniger Müll landet oder dieser mit besseren Techniken und Verfahren recycelt werden kann.


Wieso Südostasien?

Zum einen landen dort nicht offiziell dokumentierte Kunststoffabfälle, die eigentlich direkt in Europa oder den USA entsorgt oder verwertet werden müssten. Zum anderen produziert in Indonesien jeder Einwohner nur ein Fünftel des Abfalls, den ein Amerikaner verursacht.


Dies in Kombination mit der großen Bevölkerungszahl, dem niedrigen Industrialisierungs- und Bildungsstand, dem hohen Anteil von Menschen, die am Meer leben, sowie geographischen Faktoren wie Wetter, Topographie und Vegetation haben Indonesien zu einem Müll-Epizentrum gemacht. So ist Indonesien nach China das Land, in dem weltweit am meisten Plastik ins Meer gelangt.


Präventiv, aktiv und innovativ

Seit 2016 sammelt Got Bag Plastikabfälle aus dem Meer. Diese werden aktiv recycelt und zu Rucksäcken oder Taschen verarbeitet. Durch ihre engagierte Arbeit konnten sie die Kapazität und Menge des gesammelten Plastikmülls und damit ihren Einfluss auf ein sauberes Meer stetig steigern. Die Erfahrungen vor Ort haben aber auch gezeigt, dass neben dem aktiven Sammeln vor Ort auch Prävention notwendig ist, damit unsachgemäß entsorgter Plastikmüll gar nicht erst ins Meer gelangt.

Mit Hilfe von wissenschaftlichen Partner:innen und Organisationen arbeitet Got Bag an Techniken und neuen Clean-Up-Möglichkeiten, um weitere Kunststoffsorten recyceln zu können. Denn derzeit werden nur rund 15 Prozent des recycelten Kunststoffs zu Textilien für die Rucksäcke verarbeitet. Weitere 15 Prozent, bestehend aus PP und HDPE, die in den Plastiktüten enthalten sind, müssen zu Sekundärrohstoffen aufbereitet werden, um schließlich wieder zu anderen Produkten verarbeitet werden zu können.


Die restlichen 70% der gesammelten Kunststoffabfälle sind aufgrund ihrer Beschichtung oder der verwendeten Klebstoffe nur sehr schwer zu recyceln. Sie werden daher als Ersatz für fossile Brennstoffe in der Energieerzeugung eingesetzt.


Miteinander füreinander

Um dieser großen Herausforderung gerecht zu werden, arbeitet Got Bag mit verschiedenen Partnern zusammen, die sich auf ihre Weise für ein sauberes Meer und einen optimalen Lebensraum für die Meeresbewohner einsetzen. Sei es Sea Shepard, WDC oder Seaspiracy, die gegen illegale Fischerei, Überfischung und für den Erhalt des Lebensraums Meer kämpfen.


Ein Partner wie CLEANHUB, ein junges Startup aus Berlin, konzentriert sich darauf, mittels einer App eine Plattform zu schaffen, die es Unternehmen ermöglicht, plastikneutral zu werden und ein Zertifikat zu erhalten. 


Die Coral Gardeners setzen sich zusammen mit Wissenschaftler:innen, Ingenieur:innen und mehr als einer halben Million Menschen weltweit für den Erhalt der Korallenriffe ein. Die Organisation wurde auf Mo`orea, der Schwesterinsel von Tahiti, gegründet und versucht seit 2017 den Meeresschutz zu revolutionieren.

Limits und Grenzen

Hier stößt Got Bag auf Grenzen und Herausforderungen, die nur schwer zu überwinden sind. Das Hauptziel ist es, die Meere von Plastikmüll zu befreien, und deshalb wird jeder Plastikmüll gesammelt, unabhängig von Form und Art, und nicht nur der, der für die Herstellung von Got Bags optimal ist.


Letztendlich können jedoch nur 15 % der gesammelten Abfälle recycelt und für die Herstellung von Got Bags verwendet werden, da einige Materialien aufgrund ihrer Beschaffenheit oder ihres geringen Reinheitsgrades nicht für die Weiterverarbeitung geeignet sind. Darüber hinaus gibt es Wertstoffgemische, die nach heutigem Kenntnisstand noch nicht stofflich verwertet werden können, da sie unterschiedliche Materialien enthalten und daher derzeit im Rahmen der thermischen Verwertung zur Energiegewinnung genutzt werden.


Zu einer umweltgerechten Wirtschaftsweise gehört auch ein Transport mit möglichst geringem CO2-Fußabdruck. Aus diesem Grund nutzt GOT BAG für den Versand ihrer Waren hauptsächlich Schiffs- und Bahnverbindungen, da diese im Verhältnis zum Ladevolumen am emissionsärmsten sind. Dies hat zur Folge, dass die Lieferfristen aufgrund der Pandemielogistik nur schwer eingehalten werden können.


Eine weitere Anforderung, der Grenzen gesetzt sind, ist, dass Got Bag ein Produkt aus 100 % Recyclingmaterial herstellen will. Bestimmte Komponenten sind jedoch noch nicht aus Recyclingmaterial erhältlich oder erfüllen nicht die Anforderungen an Funktionalität und Langlebigkeit.


Ebenso ist Ocean Impact Plastics ein Rohstoff, der selten fehlerfrei ist und daher schneller verschleißt als vergleichbare Produkte aus herkömmlichen, nicht recycelten Materialien, aber in seiner Funktion uneingeschränkt erhalten bleibt.