Fahrradhelm und Brillen Guide – worauf muss ich achten?

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist – sei es das Mountainbike, das Rennrad, das Trekkingbike oder in der Stadt – sollte stets einen Helm tragen. Denn nur mit dem richtigen Helm kannst Du Kopf und Gehirn optimal vor Verletzungen bei einem Sturz schützen. Und Stürze passieren leider nicht nur selbstverschuldet, viel zu oft kannst Du den Fehler eines anderen oder Einflüsse aus der Umwelt unmöglich ausgleichen. Nicht ohne Grund gibt es mittlerweile viele Länder, in denen beim Fahrradfahren das Tragen eines Helmes Pflicht ist. So zum Beispiel auch in Österreich für Kinder unter 12 Jahren. Aber nicht nur der Kopf gehört bedeckt, auch die Augen wollen versorgt sein! Spezielle Sonnenbrillen für den Outdoor Bereich schützen Deine Augen vor den verschiedensten Strahlungen und auch vor Insekten und ähnlichen nervigen Dingen beim Biken. Denn wenn du mit hoher Geschwindigkeit den Berg runterrast, möchtest Du sicherlich keine Fliegen ins Auge bekommen! Wie beim Fahrrad selbst, gibt es auch bei Fahrradhelm und Brillen einige Unterschiede, die Du beim Kauf beachten solltest. Unser Helm- und Brillenguide hilft Dir dabei!

 

 

 

Der richtige Fahrradhelm fürs richtige Gelände


Ebenso wie bei jeder anderer Sportart und jedem anderen Sportgerät, gibt es auch bei den Helme gravierende Unterschiede. Diese hängen neben persönlichen Vorlieben, auch stark von Deinem Fahrstil und dem Gelände in dem Du dich bewegst, ab.

Wenn du mit dem Mountainbike auf den Bergen unterwegs ist, solltest Du zu einem Helm greifen, der verstärkt die Schläfen und den Hinterkopf schützt. Im Downhillbereich ist ein zusätzlicher Kinnschutz zu empfehlen. Dieser kann zumeist auch ganz einfach und schnell entfernt werden, beim Bergauffahren sicherlich angenehmer.

Je höher der Schutz, desto mehr wiegt der Helm meistens auch. Dementsprechend reicht die Gewichtspanne von niedrigen 180 Gramm bis über 600 Gramm.

 

Zusatzausstattung

Wer sich die separate Brille sparen möchte, sucht sich einen Helm aus, der ein integriertes Visier hat. Dies schützt besonders gut vor Insekten und anderen nervigen Teilchen in der Luft.

Und wer seine schönsten und aufregendsten Touren gefilmt haben möchte, kann sich einen Helm mit integrierter Kamerhaltung suchen!

Außerdem gibt es auch einige Helme die einen eigenen Regenschutz haben, für diejenigen die bei jedem Wetter unterwegs sind.

 

 

Bauweise und Passform Deines Fahrradhelmes


Gebaut sind Fahrradhelme nach dem In-Mold Verfahren. Das heißt, dass Innen- und Außenschale in einem Arbeitsschritt geformt werden. Dadurch sind diese fest verbunden und schützen optimal vor äußeren Einwirkungen.

Ganz wichtig, ist dass Dein Helm gut sitzt. Köpfe sind nicht alle gleich, wie bei Kleidung gibt es daher unterschiedliche Größen. Diese orientieren sich am Kopfumfang. Am Besten ist es, wenn Du vor dem Kauf mehrere Helme anprobierst, um zu sehen, welche am Besten sitzt. Ist der Helm zu groß verrutscht er und kann seine Wirkung nicht entfalten, ist er zu klein wird es schmerzvoll!

 

Kopfumfang messen und Helmgröße ermitteln

Mithilfe eines flexiblem Maßbandes oder eines Fadens der später abgemessen wird, wird der Kopfumfang gemessen. Hierfür wird das Band um den Hinterkopf gelegt und ca. 1-2 cm oberhalb der Augenbrauchen zusammengeführt. Das Band sollte oberhalb der Ohren in einer relativ horizontalen Linie liegen und nicht zu fest gespannt sein, aber auch nicht runterrutschen. Die ermittelte Länge in cm bezeichnet die notwendige Größe des Helmes.

Einige Helme werden in den Größen XS-XL angegeben. Auch hierfür ist der Kopfumfang relevant. Die Größenangaben sind dabei allerdings von Marke zu Marke und von Helm zu Helm unterschiedlich. In unserem Online Shop findest Du bei den jeweiligen Helmen auch immer nähere Größenangaben in der Produktbeschreibung. Dennoch, kannst Du folgende Maße als Richtlinien hernehmen:

XS: 50 cm abwärts
S: 50-56 cm
M: 54-59 cm
L: 56-61 cm
XL: 60 cm aufwärts

Für Kinder gilt dasselbe: Kopfumfang messen und demnach wählen.

 

Feinjustierungen des Fahrradhelmes

Noch besser passt der Helm meist, wenn er sich nachjustieren lässt. Hierfür haben die Hersteller unterschiedliche Systeme entwickelt, zumeist als ein kleines Rädchen oberhalb des Nackens. Besonders beliebt sind Custom Fit Systeme wie zum Beispiel BOA.

 

Belüftungssysteme

Damit es unterm Helm nicht zu heiß wird, sind Fahrradhelme mit Belüftungssystemen ausgestattet. Unterschiedliche Anzahl und Größe an Lüftungslöchern unterscheiden die Helme. Außerdem sind viele auch mit Insektenschutznetzen ausgestattet, sodass auch unterm Helm keine Fliegen oder gar Wespen hineingelangen. Innen ist der Helm zumeist anti-allergen.

 

 

MIPS – Was ist das?


Fahrradhelme mit dem Zusatz MIPS finden sich zumeist im höheren Preissegment. Gibt es übrigens auch für andere Helme wie zum Beispiel im Skibereich! MIPS steht für Multi Directional Impact Protection System. Dieses System wurde in Schweden entwickelt und schützt verstärkt vor Rotationskräften. Was das heißt? Normale Helme schützen am Besten dann, wenn der Kopf im 90 Grad Winkel auf den Boden auftrifft. Wenn der Winkel allerdings größer oder kleiner ist, so wirken zusätzliche Rotationskräfte auf den Kopf ein. Diese werden durch MIPS optimal gedämpft, denn eine zusätzliche Schicht im Helm gleicht diese aus:

 

 

 

Helm ohne Visier? – dann am Besten mit Fahrradbrille!


Und auch Fahrradbrillen gibt es in großer Vielfalt. Eigens zum Fahrradfahren entwickelt, oder auch für die verschiedensten Outdoorsportarten gedacht. Und natürlich auch stylisch für den Alltag!

 

 

Die Gläser Deiner Fahrradbrille


Das wichtigste Detail sind natürlich die Scheiben. Hier gibt es unterschiedliche Stärken und Schutzfaktoren für unterschiedliche Einstrahlungen. Viele Brillen gibt es daher schon mit mehreren Wechselgläsern, sodass Du immer gut ausgestattet bist.

 

Die Gläser schützen vor verschiedenen Strahlen

UVA und UVB – beides sind UV Strahlen, die von der Sonne aus, durch die Ozonschicht durch, auf die Erde treffen. UVA Strahlen sind jene mit einer Wellenlänge zwischen 320 und 400 Nanometern. Diese erzeugen kaum einen Sonnenbrand, aber sind für die frühzeitige Alterung der Haut verantwortlich. UVB Strahlen, diese haben kürzere Wellenlängen, wiederum verursachen Sonnenbrand. Dies sind übrigens auch die Strahlen, welche unsere Haut mit Vitamin D versorgen!

Die Brille kann aber noch vor anderen Strahlen schützen. Blaulicht ist nicht so stark wie UV Licht, aber auch dieses kann dem Auge schaden, denn im Gegensatz zu UV Strahlen, erreichen die Blaulichtstrahlen zu großem Teil die Netzhaut.

Die verschiedenen Brillen unterscheiden sich dementsprechend stark, abhängig davon ob und wie viel der Strahlen gefiltert wird. Dementsprechend gibt es auch Brillen mit niedrigem Schutzfaktor, denn auch bei Regen möchten wir beim Radeln doch gerne eine Brille tragen!

 

Was können die Scheiben sonst noch?

Neben ihrer Schutzfunktion, können die Scheiben der Fahrradbrillen noch einige andere Dinge. Viele Marken bieten unzerbrechliche Linsen. Diese sind auch speziellem Material hergestellt, sodass Stürze oder gar das Überfahren mit dem Bike ihnen nichts anhaben können. Außerdem sind viele Gläser kratzfest!

 

 

Bügel, Nasenpolster und Trageschlaufe – die Einzelteile der Fahrradbrille


Die Scheiben sind noch lange nicht alles. Fahrradbrillen unterscheiden sich auch in ihren Bügeln, im Nasenpolster und vor Allem in ihrer Konstruktion.

Bügel und Nasenpolster lassen sich oftmals verstellen oder gar ganz entfernen. Damit lässt sich die Passform der Brille einfach verändern. Und Bügel sind nicht gleich Bügel. Denn es gibt auch Fahrradbrillen ohne Bügel, die haben dann stattdessen ein Band wie eine Skibrille. Zum Einsatz kommen solche Brillen im Downhill und Enduro Bereich, sie schützen zusätzlich vor herumfliegenden Steinen, Staub und Gatsch. Außerdem gibt es Trageschlaufen, entweder direkt dabei oder separat erhältlich, die dem Verlieren der Brille vorbeugen.

Die Brillen sind außerdem unterschiedlich gebaut, abhängig von ihrem Einsatzgebiet. Zum Beispiel gibt es jene, dir verstärkt dem Schutz vor Wind dienen, und jene die besonders stark vor Strahlungen schützen. Zu diesen Brillen zählen zum Beispiel auch Gletscherbrillen, wohl beim Radfahren eher ungewöhnlich aber der ein oder andere könnte ja außergewöhnliche Abenteuer geplant haben!

Damit Deine Fahrradbrille auch immer schön sauber bleibt und sicher verstaut werden kann, solltest Du immer ein eigenes Brillenputztuch, möglichst aus Mikrofasern, dabei haben. Damit entfernst Du ganz einfach Staub, Fett, Fingerabdrücke und Schmutz ohne die Gläser zu zerkratzen. 

 

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