Testbericht Deuter Guide Lite 30+

Deuter Guide Lite 30+ Rucksack 

Deuter ist einer DER deutschen Rucksackhersteller, das Unternehmen arbeitet nachhaltig und übernimmt auch soziale Verantwortung bei seiner Produktion.  Wenn es also etwas Neues von der Wir-denken-um-zertifizierten Firma aus Gersthofen gibt, dann müssen wir es auch gleich testen. Unser Ambassador,  Valentin Rapp, von der Flow Valley Crew hat den Deuter Guide Lite 30+ mit auf seine Tour zur Zugspitze genommen.


Ein großes Hauptfach, mehrere kleine Fächer, viele Befestigungsmöglichkeiten, ein bequemes Tragesystem und nebenbei soll er auch noch leicht sein. Einen Rucksack zu finden, der das alles vereint, ist tatsächlich nicht ganz einfach. Der Deuter Guide Lite 30+ scheint beim ersten Eindruck schon mal sehr nah dran zu sein, all diese Kriterien zu erfüllen. Weil ein erster Eindruck aber in keinem Fall für eine Empfehlung reicht, sollte ein eingehender Praxistest folgen.

 

In einer gemeinsamen Tour mit einem Freund wollte ich den Rucksack deshalb in einem sehr breiten Einsatzbereich testen. Ziel war die Nordwand der Zugspitze. Genauer gesagt, die Tour „Eisenzeit“. 500 Höhenmeter mit dem Rad und dann 1600 Höhenmeter Wandern, Klettern und Schneefelder queren.

 

Erster Eindruck


Nach dem Auspacken fällt sofort das geringe Gewicht auf. 30 Liter Volumen mit nur 900 Gramm ist beeindruckend, zumal es sich nicht um einen minimalistisch gehaltenen Kletterrucksack handelt, sondern um einen gut ausgestatteten Rucksack für viele verschiedene Bergtouren. Wer aber trotzdem noch ein paar Gramm einsparen will, kann beim Guide Lite 30+ das Deckelfach abnehmen und nur das Hauptfach nutzen.
Der Rucksack bietet ein gut zugängliches Hauptfach, einen Deckel mit einem großen äußeren Fach und einem kleinen Inneren, auf das die üblichen Sicherheitshinweise gedruckt sind. Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Trinksystem einzubauen.

Für anspruchsvollere Touren bietet der Rucksack sehr praktische Befestigungen für Seile, Pickel, Helm und eine Materialschlaufe am Hüftgurt.

Das Deckelfach wird mit zwei Haken an einer angenähten Daisy Chain befestigt, die auch noch mehr Möglichkeiten bietet, Ausrüstungsteile an den Rucksack zu hängen. An der Seite kann man den Deuter auch mit jeweils zwei Straps komprimieren, falls die Tour etwas kleiner ausfällt.

 

 

 

Auf Tour


Beim Packen findet sofort alles seinen Platz. Ein zweiter Zugang zum Hauptfach wäre allerdings praktisch. Die Befestigungen für Pickel, Helm, Trinksystem und Seil machen einen robusten Eindruck. Das anpassbare Tragesystem schmiegt sich angenehm an den Rücken an, die großzügigen Hüftgurte sind sowohl auf dem Bike, als auch beim Wandern und Klettern super angenehm. Leider hat der Rucksack – wahrscheinlich aus Gewichtsgründen – kein Belüftungsnetz am Rücken. Einfach immer ein zusätzliches Wechselshirt mit einpacken, dann sollte das kein Problem sein.

Auf der Tour sind alle Sachen immer leicht zugänglich. Durch das geringe Gewicht nimmt man den Rucksack auch schnell und einfach mal ab, um etwas aus- oder einzupacken. Praktisch: Am Hüftgurt gibt es auch ein kleines Fach für den Riegel zwischendurch. Das Außenmaterial ist sehr robust und der ein oder andere Felskontakt hinterlässt keinerlei Spuren. Auch zeigt es sich bei einer durchgeführten Wasserprobe am Bach sehr wasserabweisend. Einen kurzen Regenschauer sollte der Rucksack also auch ohne Regenhülle ohne Probleme überstehen.

 

 

 

Fazit


Der Deuter Guide Lite 30+ hat sehr großes Potential, mein neuer Rucksack für alle Fälle zu werden. Die Kombination aus Ausstattung, Gewicht und Tragekomfort hat mich sehr überzeugt. Wem das schlichte Schwarz zu unauffällig ist, für den gibt es den Rucksack auch noch in einer knalligeren roten Version. Ein weiteres Plus ist, dass Deuter großen Wert auf Nachhaltigkeit legt und von bluesign und Fair Wear zertifiziert ist.