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Was braucht man zum Klettern am Fels?

Zur Grundausrüstung beim Felsklettern gehören Seil, Klettergurt, Sicherungsgerät, Expressen, Karabiner und Bandschlingen, Kletterschuhe, Chalk und Helm. Aber auch bei der Bekleidung gibt es einiges zu beachten. In diesem Artikel erfährst du alles über die essenzielle Ausrüstung für Felskletterer und die typische Kletterbekleidung. Mit unserer Packliste bist du bestens für den nächsten Kletterausflug ausgerüstet. 

Packliste für das Klettern am Fels  

Die Kletter-Ausrüstung

> Klettergurt

> Sicherungsgerät

> Kletterseil

> Express-Schlingen (Expressen)

> Karabiner

> Bandschlingen

> Chalkbag & Chalk

> Erste-Hilfe-Set

> Trinkflasche & Essen

> Tape (optional)

> Bürste (optional)

> Sicherungsbrille (optional)

Das Kletter-Outfit

> Kletterschuhe

> Zustiegsschuhe

> Kletterhose

> Kletterhelm

> T-Shirt, Hoodie

> Isolationsjacke 

> Hardshell 

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Die Grundausrüstung für Kletterer

Klettergurt

Der Klettergurt ist ein zentrales Sicherheitselement beim Klettern. Er wird oberhalb der Hüftknochen um die Taille und die Oberschenkel des Kletterers geschnallt und dient dazu, Kletterer:innen im Falle eines Sturzes zu sichern beziehungsweise kontrolliert Abzulassen. Bei allen Klettersportarten, bei denen ein Seil verwendet wird, ist der Klettergurt unverzichtbar. Nur beim Bouldern klettert man ohne Klettergurt, dafür aber mit einem Crashpad.


Klettergurte gibt es mit oder ohne verstellbare Beinschlaufen. Gurte mit verstellbaren Beinschlaufen haben den Vorteil, dass man den Gurt auch über dickeren Schichten tragen kann, z.B. auf einer Hochtour. Wichtig ist, dass der Klettergurt gut in der Taille bzw. oberhalb der Hüftknochen sitzt und bei einem Überkopfsturz nicht über die Hüfte rutschen kann. Spezielle Klettergurte für Frauen passen sich der weiblichen Anatomie meist besser an, sind aber kein Muss. Wichtig ist, dass der Gurt gut (zur individuellen Anatomie) passt. Für Kinder gibt es Kindergurte in kleinen Größen.

Sicherungsgerät

Ebenso unerlässlich für das Klettern mit Seil ist ein Sicherungsgerät. Ein Sicherungsgerät ist ein mechanisches Gerät, das in Kombination mit Seil und Gurt zur Sicherung des Kletternden dient. Im Falle eines Sturzes oder beim Ablassen des Kletterers unterstützt das Sicherungsgerät den Sicherungspartner und bremst den Kletterer ab beziehungsweise stoppt es den Sturz. Allein mit der Kraft der Hände kann der Sicherungspartner die Zugkraft des Seils nicht aufhalten.


Es gibt verschiedene Arten von Sicherungsgeräten wie Tuber, Autotuber und Halbautomaten. Sie unterscheiden sich in der Handhabung und im Grad der Bremskraftunterstützung. Halbautomaten wie das GriGri2 und das GriGri+ blockieren das Seil vollständig und erfordern nur wenig Handkraft. Bei Autotubern wie dem Fish, Smart oder Jul wird das Seil ebenfalls komplett blockiert, sofern die Bremshand in der richtigen Position ist. Tuber bieten die geringste Sicherheit für Kletteranfänger:innen, da sie Unachtsamkeit und Fehler nicht verzeihen. Der richtige Einsatz der Bremshand ist beim Tuber unerlässlich. Tuber werden vor allem im alpinen Klettern eingesetzt und bieten dort einige Vorteile gegenüber Halbautomaten.

Kletterseil

Das Kletterseil ist ein weiterer unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand. Es dient dazu, Kletternde zu sichern und im Falle eines Sturzes abzufangen. In der Kletterhalle genügt meist ein Seil von 40 oder 50 Metern Länge, beim Felsklettern ist ein Seil von mindestens 60 Metern Länge oder mehr sinnvoll. Kletterseile gibt es mit einer Imprägnierung, die das Eindringen von Schmutz und Wasser verhindert. Gerade beim Felsklettern ist diese Imprägnierung des Seils sinnvoll und verlängert die Lebensdauer.


Für das Sportklettern im Klettergarten genügt ein dynamisches Einfachseil. Für Mehrseillängen werden Doppel- oder Zwillingsseile verwendet. Wichtig ist auch zu prüfen, für welche Seildicke das Sicherungsgerät ausgelegt ist.

Ideal zum Aufbewahren und Transportieren von Kletterseilen: Spezielle Seilsäcke. In unserem Kletterseil-Beratungsartikel erfährst du mehr über die einzelnen Seiltypen und ihre Anwendungsbereiche. 

Express-Schlingen (Expressen)

Expressschlingen, auch Expressen oder Exen genannt, sind kurze Schlingen, die aus zwei Karabinern und einem Band bestehen. Sie werden verwendet, um das Seil mit den Sicherungspunkten (Bohrhaken oder Bolts) am Fels zu verbinden. Expressen werden benötigt, sobald das Seil nicht bereits toprope am Umlenker eingehängt ist und somit ein:e Kletter:in vorsteigen muss.


Expressen sind in verschiedenen Längen und Gewichtsklassen sowohl einzeln als auch im Set erhältlich. Je nach Routenlänge und Bohrhakenabstand werden mehr oder weniger Expressen benötigt. Für die meisten Sportkletterrouten sind 10 bis 15 Expressen ausreichend.

Karabiner

Karabiner sind Metallringe mit einem Federverschluss, die dazu dienen, verschiedene Teile der Kletterausrüstung miteinander zu verbinden. Sie verbinden beispielsweise beim Sichern des Kletterpartners das Seil mit dem Sicherungsgerät und dem Klettergurt. Weitere Einsatzgebiete sind das An- und Abseilen sowie der Standplatzbau.


Bei der Verwendung von Karabinern mit einem Sicherungsgerät ist darauf zu achten, dass der Karabiner zum Sicherungsgerät passt. Die Hersteller von Sicherungsgeräten geben in der Regel an, welcher Karabiner empfohlen wird oder verkaufen Sicherungsgerät und Karabiner als Set.

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Weitere Ausrüstung

Bandschlingen

Bandschlingen sind längere Schlingen aus einem flachen Kunstfasergewebe und dienen der Selbst- und Fremdsicherung. Bandschlingen werden z.B. beim Umbau in Klettergärten verwendet, sofern kein vorinstallierter Umlenker vorhanden ist. Außerdem dienen sie zur Zwischensicherung an Sanduhren und anderen Felsformationen.

Chalkbag und Chalk

Ein Chalkbag ist ein kleiner Beutel, in dem Kletterer Chalk (Magnesiumcarbonat) aufbewahren, um ihre Hände trocken und griffig zu halten. Chalk erhöht die Reibung zwischen Händen und Fels, ist jedoch besonders in einfachen Routen nicht immer notwendig und in manchen Klettergebieten sogar verboten. Es lohnt sich also, vor dem Kletterausflug die Beschreibung des Klettergartens oder -gebiets genau zu lesen.

Chalk gibt es in verschiedenen Formen: lose, als Kugel in einem Stoffnetz oder in flüssiger Form.

Erste-Hilfe-Set

Ein Erste-Hilfe-Set ist unerlässlich, um im Notfall schnell und effektiv Erste Hilfe leisten zu können. Speziell für Kletterer gibt es den Rock Doc Chalkbag von Ortovox, der über ein extra Fach mit einer kleinen Auswahl an Erste-Hilfe-Material verfügt. Größere, aber dennoch kompakte Erste-Hilfe-Sets enthalten alles, was im Notfall benötigt wird.

Tape

Manchmal lässt man einfach zu viel Haut am Fels, dann kommt das Klettertape ins Spiel. Auch zur Unterstützung einzelner Gelenke ist das Tape nützlich. Klettertapes lassen sich leicht anpassen und hinterlassen keine klebrigen Rückstände auf der Haut.

Bürste

Mit einer Bürste wird der Fels von Schmutz und Staub befreit, um einen besseren Halt zu gewährleisten.

Trinkflasche

Wie bei vielen anderen anstrengende Sportarten ist es wichtig, dass man genug zu trinken dabeihat und ausreichend hydriert bleibt. Deshalb darf die Trinkflasche nicht im Rucksack fehlen. Besonders an langen Klettertagen am Fels ist es ebenso wichtig, genügend zu essen.

Sicherungsbrille

Sicherungsbrillen für Kletterer sind praktisch, vor allem wenn man beim Sichern und dem dafür notwendigen Blick nach oben zu einem steifen Nacken neigt. Mit der Sicherungsbrille kann der Sichernde geradeaus schauen und hat den Kletterer trotzdem gut im Blick - vorausgesetzt, der Wandverlauf ist gerade und nicht mit Absätzen und Verschneidungen gespickt. In der Halle sieht man die Sicherungsbrille sehr oft, aber auch am Fels kann sie gute Dienste leisten, wenn man sich damit zurechtkommt.

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Das Kletter-Outfit

Kletterschuhe

Kletterschuhe sind speziell für diese Sportart entwickelte Schuhe, die eine gute Reibung und as nötige Feingefühl am Fels und in der Halle bieten. Sie sitzen eng, um auch bei kleinen Tritten Präzision zu gewährleisten. Sie dürfen auf keinen Fall dauerhaft schmerzen und müssen zunächst eine Weile eingeklettert werden, um sich besser an den Fuß anzupassen.


Kletterschuhe müssen vor allem im Fersen- und Zehenbereich gut sitzen. Um die richtige Passform für die eigene Fußanatomie zu finden, lohnt es sich, verschiedene Hersteller und Modelle auszuprobieren. Denn die Hersteller verwenden unterschiedliche Leisten. Für den Anfang reichen eher gerade geschnittene Schuhe mit mittlerer Steifigkeit aus, da sie in der Regel bequemer sind. In unserem Kletterschuh-Kaufberater bekommst du alle Details an die Hand, um die für dich passenden Schuhe schneller zu finden. 

Zustiegsschuhe

Auf dem Weg zur Wand oder zum Klettergarten sind Zustiegsschuhe oft sinnvoll, da sie vor allem in unwegsamem Gelände eine gute Traktion und Stabilität bieten. Oft ist auch der Wandfuß uneben und mit Steinen und Wurzeln übersät. Manchmal ist der Zugang zum Klettergarten einfach, dann genügen leichte Lauf- oder Multifunktionsschuhe.

Kletterhose

Eine Kletterhose sollte bequem sitzen und flexibel sein, um eine gute Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Idealerweise sitzt sie vor allem am Saum nicht zu locker, damit man nicht hängen bleibt. Die Taschen von Kletterhosen sind in der Regel so angebracht, dass sie auch mit Klettergurt gut erreichbar sind. Robustes Material wappnet die Hose für viele Abenteuer am Fels.

Oberbekleidung

Die Kletterbekleidung sollte aus atmungsaktiver und schnell trocknendem Funktionsmaterial bestehen, um den Körper trocken und warm zu halten. Praktisch sind Hoodies mit ergonomisch geschnittenen Kapuzen, die bei Kälte oder Zug in der Kletterwand unter dem Helm getragen werden können.


Hardshelljacken befinden sich vor allem an Tagen mit unsicherem Wetter ebenso im Rucksack. Spezielle Kletterjacken haben ebenso die Reißverschlüsse so platziert, dass sie auch mit Klettergurt erreichbar sind. Zusätzlich sind, vor allem im Hochgebirge oder von Herbst bis Frühjahr, Isolationsjacken eine wichtige Ergänzung. Isolationsjacken für Kletterer haben in der Regel Zweiwegereißverschlüsse, so dass die Jacke auch mit Klettergurt bequem getragen werden kann.

Kletterhelm

Kletterhelme sind am Fels immer angebracht, selbst wenn eine Wand nicht für ihre Felssturzgefahr bekannt ist. Natürlich schützen Kletterhelme in erster Linie sowohl die kletternde als auch die sichernde Person vor herabfallenden Felsen und Geröll. Aber auch bei Stürzen oder beim Anschlagen des Kopfes an Felsvorsprüngen können Helme wichtige Dienste leisten.


Man unterscheidet zwischen Hartschalenhelmen, Inmouldhelmen und Hybridkonstruktionen aus Inmould und Hartschale. Wichtig ist vor allem, dass der Helm gut und bequem sitzt. Durch integrierte Verstellmechanismen lassen sich die Helme einfach und schnell an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Spezielle Damenhelme haben Aussparungen für den Pferdeschwanz, damit der Helm optimal sitzt.