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Yoga Guide - alles was Du wissen musst

Was ist Yoga eigentlich?

Yoga kommt ursprünglich aus Indien und wurde vor mehr als 3.500 Jahren entwickelt. 

Yoga bedeutet „Einheit“ und leitet sich von dem Sanskritwort „Yuj“ ab, das mit „vereinigen“ übersetzt werden kann. Auf spiritueller Ebene geht es um die Verbindung des individuellen mit dem universellen Bewusstsein. Praktisch betrachtet zielt die Yogapraxis auf ein ausbalanciertes Verhältnis von Körper, Geist und Emotionen ab.

Nebenwirkungen

Yoga hat auch positive Nebenwirkungen auf unseren Körper. So stärkt Yoga die Koordinationsfähigkeit, die Flexibilität, die Kraft und Ausdauer, bringt den Stoffwechsel in Schwung, beugt Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vor und stützt den Halte- und Bewegungsapparat. Wer also Yoga macht, tut sich selbst etwas Gutes! 

Ist Yoga was für Dich?

Yoga eignet sich für jeden, da es viele verschiedene Varianten gibt. Die Varianten und Methoden der verschieden Yogastile lassen sich modifizieren, sodass die Praxis zum eigenen Typ und Gesundheitszustand passt. Übrigens: Yoga kennt kein Geschlecht und auch kein Alter, denn sowohl Männer (Yogis) als auch Frauen (Yoginis) profitieren. Je nachdem, auf welchem Fitnesslevel Du bist, oder welches Ziel Du mit Yoga erreichen willst, eignen sich einige Yoga-Arten besser als andere. Auch wenn Du Beschwerden hast, wie beispielsweise Knie- oder Hüftprobleme, gibt es für Dich Möglichkeiten Yoga zu praktizieren.

Mit einer regelmäßigen Yoga-Praxis findest Du zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit und stärkst damit deine Stressresistenz.


Wo kannst Du Yoga lernen?

Die richtige Ausführung der verschiedenen Asanas sollte im Vordergrund Deiner Yoga-Praxis stehen. Falsch ausgeführte Übungen können nämlich, im Gegensatz zur eigentlichen Intention von Yoga, Haltungsschäden verursachen. Daher ist es wichtig, Yoga zunächst einmal zu erlernen. Es gibt beispielsweise extra Yogastudios, aber auch örtliche Turnvereine, Fitnessstudios und Volkshochschulen, die Yogakurse anbieten. Auch Arbeitgeber und Schulen bieten häufig Yogakurse an. Wenn Du lieber für dich allein bist, kannst Du Dir auch spezielle/kostenlose Tutorials ansehen oder einen Online-Kurs mitmachen. Wenn Du jedoch recht neu in die Welt des Yoga einsteigen möchtest, ist eine anfängliche Betreuung durch ausgebildete Lehrer:innen in jedem Fall zu bevorzugen.

Welche Yogastile und Übungen gibt es?

Du hast beim Yoga die Wahl zwischen verschieden Methoden. Kraftvoll/herausfordernd, schweißtreibend/fließend, sanft und meditativ, analysierend/therapeutisch oder aber ekstatisch/wild – alle Stile existieren friedlich nebeneinander. Du musst den Stil finden, der am besten zu Dir passt. Zu den Hauptrichtungen gehören:


Hatha Yoga (die wohl bekannteste Art)
Ashtanga/Vinyasa Yoga,
Anusara Yoga,
Iyengar Yoga,
Jivamukti Yoga,
Kundalini Yoga,
Yin Yoga,
Sivananda Yoga
Bikram Yoga (Das Besondere: der Übungsraum hat eine Temperatur von 30-35 °C)


Kein Übungsstil ist per se besser als der andere, vielmehr kommt es auf Deine Vorliebe an. Probiere Dich aus und finde Deinen Weg. Aber nur, weil Du deinen Favoriten unter den Yoga-Stilen gefunden hast, bedeutet das noch lange nicht, dass Du nicht auch zwischendurch mit einem anderen Stil Abwechslung in Deine Yoga-Praxis bringen kannst.


Gibt es einen Unterschied zum Pilates?

Ja, den gibt es! Pilates ist zum einen deutlich jünger als Yoga. Es existiert seit dem 20. Jahrhundert. Der wohl größte Unterschied zwischen Yoga und Pilates ist die Bedeutung, die Körper und Geist jeweils haben. Das mehrere tausend Jahre alte Yoga zielt darauf ab, eine Einheit zwischen beiden Faktoren herzustellen, während Pilates in erster Linie den Körper im Fokus hat. Pilates hat vor allem das Ziel, die Muskeln durch gezielte und koordinierte Bewegungen zu stärken. Mit dem eigenen Körpergewicht wird das Prana, die Energie, in der Körpermitte sowie in Armen und Beinen geweckt. Das ist vor allem am Anfang ganz schön anstrengend! Die Hauptaspekte von Pilates sind die Stärkung der Tiefenmuskulatur, ein gesunder Körper und ein gesteigertes Körperbewusstsein.


Auch in der Atmung unterscheiden sich Yoga und Pilates. Auch beim Pilates hängt die Atmung zwar mit der Bewegung zusammen, allerdings steckt dahinter kein spiritueller Aspekt. Grundsätzlich kommt hier die Zwerchfellatmung zum Einsatz und die Luft wird besonders intensiv eingezogen bzw. ausgestoßen. Die Atmung ist also eher zweckmäßig und gibt den Rhythmus der Bewegungen vor.

copyright Sinah Diepold (Instagram: @sinahdiepold); filmed and edited by Susanne Schramke
Die richtige Ausrüstung

Du möchtest mit dem Yoga starten und das am liebsten sofort? 

Wir haben hier für Dich das Equipment aufgelistet, das Du für Deine Yoga-Praxis brauchst.


Die Matte



Beim Kauf einer Matte solltest Du Dir vorher darüber Gedanken machen, welche Eigenschaften für dich wichtig sind. Es gibt Unterschiede hinsichtlich Material, Dicke, Größe und Haptik. Es gibt Modelle aus natürlichen Stoffen oder Matten aus Kunststoff. Dickere Matten haben den Vorteil, dass sie den Körper besser dämpfen, dünnere Matten sind für Balanceübungen besser geeignet. Achte auch auf die Haptik. Wenn Du einen schweißtreibenden Stil praktizierst (z.B. Ashtanga), kann es schnell mal rutschig werden.


Die Kleidung



Deine Bekleidung sollte nicht zu eng sitzen, aber auch nicht zu locker sein, da Dich die Kleidung sonst bei manchen Übungen stören kann. Am besten ist eine bequeme Yogahose oder eine Leggings mit breitem Taillenbund. Dazu einen Sport BH und ein Oberteil mit hohem Baumwollanteil. In synthetischen Stoffen kommst Du schneller ins Schwitzen was sich auf Dauer unangenehm anfühlt. Für die Schlussentspannung in Shavasana ist zudem ratsam, einen kuscheligen Yogapulli zur Hand zu haben, damit Du nicht gleich auskühlst.

Das Zubehör



Für manche Übungen ist es sinnvoll eine Faszienrolle oder einen Yogablock zu benutzen. Für manche Übungen werden spezielle Gurte verwendet. Wenn Du Dir anfangs einen solchen Gurt nicht kaufen möchtest, kannst Du es auch zuerst mit einem ganz normalen Gürtel für Hosen oder Bademäntel probieren. Wichtig ist es auch immer etwas zu Trinken in der Nähe zu haben. Da auch Yogaübungen anstrengend und schweißtreibend sein können. Auch ein Kissen und eine Decke sind nützlich. Diese können bspw. Knie polstern, die Position stützen oder im Falle der Decke bei der Schlussentspannung zum Erhalt der Körperwärme dienen. Ein Yoga-Handtuch ist in manchen Situationen sehr hilfreich, beispielsweise beim Bikram-Yoga.


Noch mehr Auswahl an Bekleidung und Equipment findest Du hier.


Namaste

copyright Sinah Diepold (Instagram: @sinahdiepold); filmed and edited by Susanne Schramke