
Nachhaltigkeitsziele von Sport Conrad bis 2030
Unsere Nachhaltigkeitsinitiative WIR DENKEN UM (WDU) haben wir bereits 2018 gestartet, denn wir wollten konventionelle Pfade verlassen und eine neue Route einschlagen. Aus Überzeugung, mehr für unsere Umwelt und unsere Zukunft tun zu wollen, wurde eine Aufgabe, die uns stärker fordert je länger wir uns damit beschäftigen.
Schließlich haben wir uns kein geringeres Ziel gesetzt als der nachhaltigste Outdoor-Händler im alpinen Raum mit alpinen Produkten zu sein. Dazu haben wir gemeinsam mit der Vaude Academy in drei Workshops unsere Nachhaltigkeitsroadmap, unseren „Sport Conrad Mountain Path“ erarbeitet.
Ein zentraler Baustein: Unser CO₂-Fußabdruck, den wir seit 2019/2020 jährlich zusammen im Rahmen unserer Klimabilanz mit einer externen Beratung erfassen. Auf dieser Grundlage treffen wir konkrete Maßnahmen, um die verursachten CO₂-Emissionen konsequent weiter zu senken.
Unser Weg zu den Sport Conrad Nachhaltigkeitszielen

Sport Conrad Nachhaltigkeitsziele: Unsere Roadmap bis 2030
Die konkreten Ziele haben wir dabei angelehnt an die Science Based Target Initiative.
Vielleicht hast du in diesem Zusammenhang schon einmal von direkten und indirekten CO₂-Emissionen gehört, die unter Scope 1, 2 und 3 genauer definiert werden? Diese Begriffe haben ihren Ursprung im Greenhouse GasProtocol von 1988 und wurden eingeführt, um Unternehmen Geltungsbereiche an die Hand zu geben, in denen sie ihre CO₂-Emissionen einheitlich erfassen und bilanzieren können.
Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus firmeneigenen Quellen, z. B. durch Heizungsanlagen oder Firmenfahrzeuge.
Scope 2 beinhaltet indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme.
Scope 3 deckt alle weiteren indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette ab – von der Produktion und dem Transport eingekaufter Materialien über Geschäftsreisen bis hin zur Nutzung und Entsorgung der verkauften Produkte. Besonders Scope 3 macht den größten Teil des CO₂-Fußabdrucks aus und erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden, um Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Genau auf diese Bereiche haben wir auch unsere Ziele angepasst:
> Bis 2030 wollen wir unsere Emissionen in Scope 1 und 2 um 70% reduzieren
> In
Scope 3 haben wir das Ziel unsere Emissionen um 50% zu reduzieren
Meilensteine auf dem Pfad zu unseren Nachhaltigkeitszielen



Nachhaltigkeitsziele, die wir bereits erreicht haben
Wir sind schon mittendrin in unseren Zielen und stolz, dass wir bereits einiges erreichen konnten. Das ist ein Beispiel aus dem, was wir allein im Jahr 2024 erreichen konnten.
Nachhaltigkeitsziele im Zeitverlauf – Unser Fortschritt im Überblick
2024
> Erneute Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 in der Kategorie 'Sportartikeleinzelhandel'
> Secondhand Programm Nomoi ganzjährig in allen Filialen
> Kooperation mit Privatwaldgemeinschaft und 2 Baumpflanz-Community Events mit 4.000 gepflanzten Bäumen
> Partner bei Klimanetzwerk Zugspitzregion
> Energieeffizenzmaßnahmen und sukzessive Umstellung auf LED-Beleuchtung an allen Standorten
2023
> Umbau Logistikzentrum: Inbetriebnahme energieeffizienter AutoStore-Technologie, die eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs durch u.a. Energierückgewinnung ermöglicht.
> Umstieg auf 100 % Ökogas von Polarstern
> Installation von Photovoltaikanlagen in Iffeldorf mit einer Kapazität von 300.000 kWh
> Elektrifizierung des Fuhrparks: sukzessiver Umstieg auf Elektrofahrzeuge im firmeneigenen Fuhrpark
> Mitglied bei Mitfahrplattform MIO – Mitfahren im Oberland
> Klimaneutraler Versand: Einführung klimaneutraler Versandmethoden mit DHL Go Green und UPS Carbon Neutral
> E-Ladesäulen: Installation von E-Ladestationen für Kund:innen und Mitarbeitende an den Standorten Wielenbach (4), Penzberg (12) und Iffeldorf
> Erstmals Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2023 in der Kategorie 'Sportartikeleinzelhandel'
> Jobrad-Programm: Einführung eines Jobrad-Programms für klimafreundliches Pendeln.
> Nachhaltige Events und Kurse: Durchführung von Community-Events wie Baumpflanzaktionen, Skitouren-Programmen und Lawinen- sowie Erste-Hilfe-Kursen
> Ausbildung SDG-Scouts®: Ausbildung von 3 Mitarbeiter:innen zu SDG-Scouts, um Nachhaltigkeitsprojekte im Unternehmen voranzutreiben
2022
> WDU-Nachhaltigkeitsstrategie "House of Sport Conrad" mit 4 Handlungsfeldern:
- Menschen Stärken
- Nachhaltiges Angebot
- Natur schützen
- Verantwortungsvoll wirtschaften
> Erste Stakeholderbefragung mit über 1.292 Teilnhemenden & Wesentlichkeitsanalyse
> Mitarbeitermobilität: Einführung eines Mobilitätslottos zur Förderung umweltfreundlichen Pendelns
> KlimaAlps Stipendien: Sport Conrad vergibt fünf Stipendien für die Ausbildung zum/zur KlimapädagogIn
> Start Secondhand Programm "Nomoi" zur WDU Woche an allen Sport Conrad Standorten
> Austausch zu CSR-Themen mit Top-Herstellern, die bei Sport Conrad im Sortiment geführt sind im Rahmen der jährlichen CSR-Gespräche
> Start der jährlichen WDU-Woche(n) mit Repair- und Care Aktionen, nachhaltigem Sortiment (recycelte Materialien, nachwachsende Rohstoffe) und Community-Events
> Aktives Mitglied und Treiber verschiedener Bündnisse, beispielsweise Mitglied im Outdoor Retailer Climate Commitment und Arbeitsgruppen (EOG Sustainability Data Exchange Project).
> Einführung WDU-Bewertung/Produktkriterien: für die Kund:innen führen wir 22 nachhaltigkeitsrelevante Produktkriterien, beispielsweise recycelte Materialien, nachwachsende Rohstoffe, faire Daune, faire Wolle, faires Leder, PFC/PFAS-frei, Biobaumwolle, kreislauffähig etc.
> Kennzeichnung mit WDU Logo - in den Filialen und im Online-Shop
> Transparente Informationen im Sport Conrad Materiallexikon
2021
> Im Dezember 2021 Umstellung auf 100% Ökostrom (Erste Belieferung 01/2022)
2019
> Erste Klimabilanzierung 2019/2020: Sport Conrad beginnt, seinen CO2-Fußabdruck systematisch zu bilanzieren und vermeidbare Emissionen zu reduzieren
> Aufbau Wir denken um (WDU) -Team: Initiierung eines interdisziplinäres Nachhaltigkeitsteam
2018
> Start der Nachhaltigkeitsinitiative Wir denken um (WDU) mit dem Ziel, nachhaltigere Produkte zu kennzeichnen.
> Start der ersten Mitarbeiter-Aktionen z.B. Moorfreilegung Premer Filz
2010
> Erste PV-Anlage am Standort in Wielenbach. Die jährliche Leistung beträgt 45.000 kWh, wovon wir ca. 80% selbst verbrauchen und den Rest einspeisen
FAQ
Was sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs)?
Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Sie sollen bis 2030 eine nachhaltige Entwicklung weltweit fördern, in Bereichen wie Armutsbekämpfung, Bildung, Gleichstellung, Klimaschutz, nachhaltigem Konsum und vielem mehr. Die SDGs richten sich an Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft gleichermaßen und bieten einen gemeinsamen Orientierungsrahmen, um ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen ganzheitlich anzugehen.
Was ist der Unterschied zwischen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit?
Nachhaltigkeit ruht auf drei gleichwertigen Säulen: ökologisch, ökonomisch und sozial. Ökologische Nachhaltigkeit bedeutet, mit natürlichen Ressourcen so umzugehen, dass Umwelt und Klima dauerhaft geschützt werden, etwa durch CO₂-Reduktion, Kreislaufwirtschaft oder schadstoffarme Materialien. Ökonomische Nachhaltigkeit steht für verantwortungsvolles Wirtschaften, das langfristig tragfähig ist, mit stabilen Geschäftsmodellen, Innovation und fairen Preisstrukturen. Soziale Nachhaltigkeit umfasst faire Arbeitsbedingungen, Gleichstellung, Vielfalt und das Einhalten von Menschenrechten, sowohl im eigenen Unternehmen als auch entlang der Lieferkette. Erst das Zusammenspiel aller drei Bereiche ergibt eine ganzheitlich nachhaltige Unternehmensstrategie.
Welche SDGs sind für unser Unternehmen besonders relevant?
Nicht alle der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) sind für jedes Unternehmen gleich relevant – im Outdoorbereich stehen typischerweise einige besonders im Fokus. Dazu zählt SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion), etwa durch langlebige Produkte, Recyclingkonzepte oder transparente Lieferketten. SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) gewinnt an Bedeutung durch CO₂-Reduktionsstrategien, klimaneutrale Standorte oder nachhaltige Logistik. Auch SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) spielt eine Rolle, vor allem bei der Zusammenarbeit mit internationalen Produktionspartnern. Ergänzend ist SDG 15 (Leben an Land) relevant, wenn das Unternehmen sich aktiv für Natur- und Artenschutz engagiert. Die Auswahl der SDGs sollte strategisch begründet, konkret umgesetzt und regelmäßig überprüft werden.
Was ist ESG im Sport?
ESG steht für Environmental, Social & Governance und beschreibt Kriterien für nachhaltige Unternehmensführung. Im Sport- und Outdoorbereich bedeutet das zum Beispiel: Unter dem Aspekt „Environmental“ werden Umweltauswirkungen wie CO₂-Emissionen, Ressourcenverbrauch oder Verpackungsmüll minimiert z. B. durch nachhaltige Materialien oder klimafreundliche Events. Der „Social“-Bereich umfasst faire Arbeitsbedingungen, Vielfalt und soziale Projekte – sei es in der Produktion oder durch sportbezogenes Community-Engagement. „Governance“ steht für verantwortungsvolle Unternehmensführung, Transparenz, ethisches Verhalten und klare Strukturen. ESG gewinnt auch im Sport zunehmend an Relevanz bei Investoren, Sponsoren und Konsument:innen. Unternehmen, die hier überzeugend agieren, stärken nicht nur ihre Glaubwürdigkeit, sondern auch ihre Zukunftsfähigkeit.