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Tourenski

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Tiefschneehänge und eisige Pisten runter kann ja jeder. Aber um sich diese Abfahrten zu verdienen muss man ja erst auf den Berg rauf! Du liebst es, den ganzen Berg für dich zu haben? Die Natur und ihre Stille ohne Lifte genießen zu können? Du genießt die Anstrengung Höhenmeter um Höhenmeter den Gipfel zu erklimmen oder ein schweißtreibendes Training durch den Schnee? Dann brauchst du Tourenski, und diese gibt es in einer Vielzahl an Arten, Breiten, Längen und Marken.

Viele Hersteller haben auch spezielle Damenmodelle im Sortiment. Diese sind grundsätzlich etwas weicher, leichter und werden in kürzeren Längen angeboten um der weiblichen Physiologie entgegen zu kommen.


Im Touren Bereich bewegen sich die verschiedensten Gruppierungen. Aufstiegsorientierte Tourenski für jene, die eben besonderen Wert auf den Aufstieg legen. Wem die Abfahrt durch den Powder am Herzen liegt wird sich Freeride Tourenski holen. Und der Allrounder Tourenski bietet von Allem etwas. Und dann gibt es noch Race Tourenski: Diese sind für besonders leistungsorientierte Skitourengeher, sodass der Berg in Bestzeit bestiegen werden kann. Die Palette der Tourenski ist breit und die einzelnen Ski unterscheiden sich in vielerlei Merkmalen. Neben der Mittelbreite sind dies außerdem zum Beispiel Rockertyp, Radius, Vorspannung, Konstruktion u.v.m.


KONSTRUKTION UND AUFBAU DES TOURENSKI


Die meisten Tourenski sind mit Rockerkonstruktion ausgestattet, oft so wie der Völkl Rise High 88 mit einem Tip & Tail Rocker. Hierunter versteht man die negative Vorspannung des Skis, entweder über den gesamten Ski oder eben nur in Tip oder Tail. Beim Full Rocker sind Schaufel und Spitze aufgebogen, sodass im Umfeld der Bindung ein Kontaktpunkt mit dem Schnee entsteht. Dadurch erlangt der Ski im Tiefschnee oder im Sulz mehr Auftrieb. Rocker verkürzen die effektive Kantenlänge und erleichtern somit die Schwungeinleitung und somit das Schwingen an sich. Als Gegenteil zum Rocker gibt es die Full Camber Konstruktion, positive Vorspannung im Ski. Hier sind solange der Ski nicht belastet wird, die Kontaktpunkte mit dem Schnee bei Schaufel und Skiende gelegen während unter der Bindung ein Abstand zum Schnee besteht. Sobald man am Ski steht, wird Druck ausgeübt, wodurch die komplette Skikante unter Spannung im Schnee liegt, was vor Allem bei Ski für hohe Geschwindigkeiten und schwierigen Schneebedingungen hilfreich ist.

Schema Skiaufbau

WELCHES MATERIAL WIRD IM TOURENSKI VERBAUT?


In der Konstruktion der Tourenski wird natürlich auf möglichst leichte Materialien gesetzt. Hier ist der Skikern von besonderer Bedeutung. Verwendet werden Materialien wie Glasfaser, Titanal, Esche, Balsa oder oftmals auch Paulowniaholz wie beispielsweise beim K2 Wayback 88. Generell lässt sich jedoch sagen, dass ein Ski mit höherem Gewicht etwas stabiler ist. Daher nutzen viele Hersteller Karbon in ihrer Skikonstruktion. Um die Torsionssteifigkeit, sprich die Steifigkeit um die Längsachse des Skis zu erhöhen, wird häufig eine Karbonstruktur um den Kern verbaut oder als Wabenkonstruktion in der Skischaufel genutzt. Dadurch bekommt der Ski mehr Stabilität und Kantengriff.


DIE RICHTIGE LÄNGE UND DER PASSENDE RADIUS DES TOURENSKI


Prinzipiell sollte der Ski etwa 10 cm kürzer als man selbst sein, sodass der Ski wendig genug für den Aufstieg ist aber auch in der Abfahrt gut ist. Erfahrene, abfahrtsorientierte Tourengeher wählen oft einen etwas längeren Ski, aufstiegsorientierte einen etwas kürzeren Ski, denn mit diesem lassen sich auch Spitzkehren einfacher gehen. Wobei hier der Ski (bis auf im Race Bereich) nicht kürzer als Kinnlänge sein sollte. Der Radius des Tourenskis ergibt sich, wie auch bei jedem anderen Ski mit der Taillierung. Je stärker die Taillierung desto kleiner der Radius. Je kleiner der Radius desto einfacher ist es, Kurven einzuleiten. Ein größerer Radius führt hingegen zu mehr Stabilität. Im Tourenbereich ist das Mittelding wichtig, daher liegt der Radius bei Allroundski, Freeride Ski und auch aufstiegsorientierten Ski bei 15m aufwärts. Der schmale Raceski hat wenig Taillierung und daher einen größeren Radius mit etwa 20-23m.


DER RICHTIGE TOURENSKI FÜR DIE VERSCHIEDENEN ANWENDUNGSBEREICHE


Aufstiegsorientierte Tourenski: A und O des aufstiegsorientierten Tourenskis ist das Gewicht. Möglichst leicht soll er sein, und möglichst wendig. Egal ob kurze Skitour als Trainingseinheit oder mehrtägige Tour mit vielen Anstiegen, Hauptsache es geht einfach rauf. Daher ist hier der Ski auf der schmäleren und leichteren Seite mit einer Breite von ca. 80 mm und einem Gewicht von ca. 1100 g. Der Kästle TX 77 überzeugt hier mit 77 mm und nur 1080 g. Wer auch bei der Abfahrt nicht zu kurz kommen möchte, wird einen, einige Millimeter breiteren Ski wählen, der dadurch allerdings wieder etwas mehr wiegt. Als Bindung empfiehlt sich beim aufstiegsorientierten Tourenski natürlich eine Pinbindung. Denn immerhin wird schon beim Ski auf geringes Gewicht gesetzt, also sollte auch die Bindung möglichst leicht sein! Wer zusätzliches noch ein paar Gramm Gewicht sparen möchte, verzichtet auf den Stopper. Außerdem sind natürlich auch die richtigen, also leichte Tourenskischuhe ausschlaggebend für ein stimmiges aufstiegsorientiertes Set.


Freeride Tourenski: Für den Freerider geht es vor allem um die Abfahrt durch den Tiefschnee. Der Aufstieg ist da mehr Mittel zum Zweck. Daher sollte bei diesem Tourenski der Focus auch auf seiner Tiefschnee-Performance liegen. Dementsprechend ist dieser Ski deutlich breiter als die anderen Tourenski, mit Mittelbreiten von 100 mm oder gar mehr. Viel Auflagefläche in Verbindung mit der Rockerkonstruktion sorgt für Auftrieb im Tiefschnee und somit für optimalen Powderspaß. Dafür ist er mit 1500 g und mehr etwas schwerer als andere Tourenski. Ein gutes Mittelmaß bietetein Ski wie der K2 Wayback 106 mit 1625 g bei einer Mittelbreite von 106 mm. 



 Allround Tourenski: Dieser Ski verbindet Leichtigkeit und Wendigkeit mit Abfahrtsperformance. Der Ski eignet sich, wie der Name schon sagt für alles. Sowohl für Skitouren Anfänger, als auch alteingesessene Tourengeher. Und egal ob eine flotte Tour auf den Hausberg oder vielseitige Hochalpintour, mit dem Allroundski ist man stets auf der sicheren Seite. Die Mittelbreite wird um ca. 88 mm liegen und das Gewicht so um die 1300 g so wie beispielsweise beim Atomic Backland 85. Spezielle Damenmodelle wie der Dynafit Blacklight 88 W sind dabei noch einmal ein Stück leichter.

Der Allrounder liegt zwischen dem aufstiegsorientierten und dem Freeride-Tourenski und je nach Tendenz des Fahrers nähert sich der Ski der jeweils anderen Kategorie in den zentralen Werten Gewicht und Mittelbreite an.


Tourenski für Racer: Je schneller desto besser! Dem Racer geht es wirklich nur um die beste Performance und die nächste Bestzeit. Und dies geht sicherlich am einfachsten mit einem leichten Ski. So wiegt der Racetourenski deutlich unter 1000 g und ist auch nur in kurzen Längen zu bekommen. Dementsprechend schmal und wendig ist er natürlich auch. Dafür ist ein Ski wie der Atomic Backland UL 65 dann allerdings in der Abfahrt etwas schwächer und auch nur Experten zu empfehlen, die wissen wie diese Ultra-Leichtgewichte zu handeln sind. So zum Beispiel der Atomic Backland UL 65 mit seinen 680 g. Um das Race-Set stimmig zu gestalten gibt es natürlich auch die weiteren Komponenten wie Bindung und Schuh als Race-Leichtgewichte.


Für die Skitour darf dann auch noch die passende Outdoor Ausrüstung nicht fehlen: TourenbindungenTourenfelleTourenskischuheTourenstöckeTourenbekleidung und ganz wichtig: Lawinenausrüstung!

Tipp: Unsere stimmig zusammengestellten, ready-to-go Touren-Sets erleichtern den Einstieg ins Skitourenvergnügen und sparen Zeit und Geld. 

Für mehr Tipps und Infos, sieh dir unseren Skitouren Guide an!