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LVS Geräte

Skifahren oder Snowboarden abseits der gesicherten Pisten sollte ausschließlich mit einem LVS-Gerät erfolgen! Denn im Falle einer Lawine erhöht das Lawinenverschütteten-Suchgerät die Überlebenschancen um ein Vielfaches. Daher ist dieses, neben Schaufel, Sonde und Lawinenrucksack, fixer Bestandteil der Sicherheitsausrüstung, damit verschüttete Personen unter einer Lawine möglichst schnell gefunden werden können. 

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Das Ziel des LVS-Geräts: Überlebenschancen steigern

Wie funktioniert das? Die modernen LVS-Geräte nutzen drei Antennen und besitzen eine Such- und eine Sendefunktion. Ist die Sendefunktion aktiviert, werden jede Sekunde über die Antennen Signale gesendet, welche in etwa 70 bis 300 Millisekunden andauern. Diese Signale werden nicht geradlinig, sondern vielmehr in Form von Schleifen ausgesendet. Wer noch nie mit einem LVS-Gerät gearbeitet hat, wird schnell verwundert sein, wieso die Pfeile am Bildschirm bei der Suche immer wieder ihre Richtung ändern. Denn aufgrund dieser schleifenförmigen Signale wird man nicht gerade aus, sondern in einem Bogen zu dem sendenden Gerät geführt. Das suchende Gerät führt immer auf schnellstem Weg zum nächstgelegenen, sendenden Gerät. Die meisten Geräte sind mit Markierfunktion ausgestattet. So können dann die Signale einzelner Geräte unterdrückt werden. Dies ist bei einer Mehrfachverschüttung von Vorteil: wenn eine Person geortet wurde, kann jemand anfangen zu graben und parallel dazu kann schon das nächste Opfer gesucht werden, ohne dass die Signale des ersten hier interagieren.


Wichtig ist daher aber auf jeden Fall auch die restliche Sicherheitsausrüstung, denn sobald eine verschüttete Person geortet wurde, muss diese bei der Feinsuche mithilfe der Sonde erst gefunden, und in Folge dessen mit der Schaufel ausgegraben werden!


Viele Kleidungshersteller nutzen mittlerweile auch Recco®, auch damit können Lawinenverschüttete leichter und schneller geortet werden. Recco® ist jedoch absolut kein Ersatz für das LVS-Gerät! Vielmehr ist es ein zusätzliches Plus. Allerdings muss es bei Lawinenunglücken bekanntlich sehr schnell gehen. Mit dem LVS-Gerät kannst du direkt vor Ort lossuchen, Recco® Suchgeräte müssen erst geholt werden.




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Die verschiedenen Hersteller und ihre LVS-Geräte

Auch bei LVS-Geräten, wie bei fast Allem, gibt es Geräte die die Standardfunktionen bieten, und jene die eine Vielzahl anderer Funktionen haben. Fast alle Marken bieten daher LVS-Geräte in verschiedenen Preisklassen an. Alle zeigen sie bei der Suche die relative Entfernung, sowie die Richtung an. Einige Geräte können auch die Anzahl der Verschütteten anzeigen, in Folge dessen dann auch einzelne Signale markieren und ausblenden. Zusätzlich zeigen sehr professionelle Geräte zum Beispiel auch die Temperatur, Höhenlage oder Hangneigung an oder können sogar die Vitalfunktionen des Verschütteten übermitteln. Diese werden hauptsächlich von professionellen Skiführern oder der Bergrettung genutzt. Denn für den nicht so geübten Suchenden, können Zusatzfunktionen auch verwirrend wirken. Viele Geräte schalten auch automatisch nach längerem Stillstand in den Sende Modus. Dies ist bei Nachlawinen ein riesiger Vorteil!


Worin unterscheiden sie sich noch? Einerseits haben die verschiedenen Hersteller unterschiedliche Reichweiten. Aber hier ist Vorsicht geboten. Denn die angegebene Reichweite kann nicht immer erreicht werden, zum Beispiel bei ungünstiger Koppellage (sprich, wenn das Gerät bzw. der Verschüttete senkrecht im Schnee vergraben ist).


 Bei einigen Herstellern lassen sich auch Software-Updates ausführen, auch dies ist natürlich auf lange Sicht ein klarer Vorteil. Das wichtigste Kriterium ist allerdings, wie du mit dem Gerät umgehen kannst. Jeder kommt mit den Geräten unterschiedlich gut zurecht. Sei es die Lesbarkeit vom Display, die Bedienung und Anzahl der Knöpfe, das inkludierte Tragesystem oder andere Merkmale. Und je besser du mit dem Gerät umgehen kannst, desto schneller wirst du eine verschüttete Person orten können. Und je weniger Zeit verstreicht, desto höher die Überlebenschancen!

So nutze ich das LVS-Gerät

Zuallererst: Das LVS-Gerät ist zwar ein wichtiger Bestandteil deiner Ausrüstung, aber diese muss erst richtig angewendet werden können! Daher empfiehlt es sich unbedingt, regelmäßige Lawinensicherheits-Trainings zu besuchen. Auch solltest du auf deinen Skitouren immer die restlichen wichtigen Bestandteile dabei haben: Lawinenschaufel, Sonde und Lawinenrucksack.

Das LVS-Gerät sollte immer am Körper getragen werden, am besten in der dafür vorgesehenen Tasche. Auf keinen Fall im Rucksack, denn dieser kann im Falle einer Lawine auch vom Körper gerissen werden. Auch nicht direkt neben dem Smartphone oder anderen elektrischen Geräten, denn diese könnten die Signale der Antenne stören. Du solltest stets sichergehen, dass ein hoher Batteriestand vorliegt. Die meisten Geräte zeigen diesen beim Anschalten an. Außerdem sollten diese beim längeren Lagern oder in der Sommerpause stets entfernt werden, denn Batterien können platzen und damit das Gerät beschädigen!

Bevor es mit den Ski oder Snowboard ins Gelände geht, ist unbedingt ein LVS-Geräte Check notwendig. Dabei werden die Funktionen überprüft. Entweder in Form eines Gruppen Checks oder an einem Check Point im Skigebiet. Im Falle einer Lawine müssen auch unbedingt alle Personen, welche nicht im Schnee vergraben sind, ihre Geräte auf Suchfunktion umschalten. Dann geht es abhängig vom Gelände und der Gruppengröße an die Suche der Verschütteten. Die Suchbreitenstreifen sollten unabhängig der Reichweite des Geräts stets bei etwa 20m liegen. Sobald ein Signal gefunden wurde kann dieses dann in der Grobsuche geortet und bei der Feinsuche lokalisiert werden. Hier kommt dann die Markierfunktion ins Spiel: Sind mehr als eine Verschüttung und genug Helfer vor Ort, welche mit dem Ausgraben beginnen können, kann der erste Verschüttete markiert und der nächste gesucht werden.

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