Sport Conrad Athlet Robert Grasegger: Trailrun auf den Jubiläumsgrat in Rekordzeit

Man kann durchaus sagen, dass die Berge das Zuhause unseres Athleten Robert Grasegger sind. So oft er kann, bezwingt er die unterschiedlichsten Gipfel. Beim Kletten, Skitouren oder Trailrunning. Bei einer Trainingseinheit auf den Jubiläumsgrat überraschte er sich selbst. Wie? Erfährst Du hier:

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Erst die Arbeit, dann rauf auf den Gipfel


Am Fuße der Zugspitze und des Wettersteins zu leben,  hat viele Vorteile für Bergsportler. Unter anderem den, dass man als Trainingsgelände herrliche Grate wie den Jubiläumsgrat blitzschnell erreichen kann.

Der Jubiläumsgrat ist wohl der bekannteste Grat der deutschen Alpen, bei Föhnwetterlage ist er schon aus 100km Entfernung sichtbar. Er erstreckt sich vom Zuspitzgipfel bis zum Gipfel der Alpspitze. Auf dem Grat selber überwindet man noch weitere Gipfel auf etwa 2700m wie die Innere, Mittlere und Äussere Höllentalspitze und der Volkarspitze. Er bietet eine Abwechslung zwischen perfekten Trailrungelände und ausgesetzter Kletterei sowie auch einige Klettersteigpassagen. Mit Schwierigkeiten bis zu D / 3- ist es für mich das perfekte Gelände zum Trainieren.

Auf dem Heimweg von einem 24-Stunden-Arbeitstag in München mit einem nicht allzu beständigen Wetterbericht hatte ich die gesamte Strecke auf der Autobahn den Grat im Auge und so startete ich mit der Bahn gegen 10 Uhr auf die Zugspitze. Dort herrschte Hochbetrieb und ich musste mich erstmal auf den Zugspitzgipfel vorwühlen. Geschafft. Der Gipfel ist der Startpunkt für den Jubiläumsgrat. Dort waren dann glücklicherweise deutlich weniger Leute als auf dem Zugspitz-Plattform.

 

vom ZUGSPITZ-PLAtTFORM zur HÖLLENTALSPITZE


Anfangs starte ich auf einem „wanderwegähnlichen Grat“ bevor es dann gleich mal ausgesetzt wird. Dann heißt es Vollgas auf den flachen Passagen und Kräfte einteilen auf den Anstiegen.

Zunächst geht es immer wieder etwas hoch und runter in leichter Kletterei bevor dann der erste Große Anstieg auf die Innere Höllentalspitze kommt. Auf der Inneren Höllentalspitze sieht man schon die Biwakschachtel, welche man unter einer Stunde erreichen sollte, damit ich mein Ziel – unter zwei Stunden zu bleiben – schaffe.

 

 

Es folgt noch der Anstieg auf die Mittlere Höllentalspitze und dann kommt schon die Biwakschachtel. Die Zeit ist top, dennoch heißt es dranbleiben. Ich bin fokkusiert und laufe zügig weiter.

Nach Hinterer Höllentalspitze und Volkarspitze folgten nur noch die Griesskarscharte und der Weg auf die Alpspitze. Der zieht sich nochmal in die Länge und ist für mich das härteste an diesem Tag. Das Gipfelkreuz habe ich ständig im Blick, aber wirklich näher komm ich ihm gefühlt nicht. Auf die Zähne beissen und nochmal Gas geben für den Endspurt – das ist das Einzige was hilft.

 

Auf den Gipfel – in Bestzeit


Obwohl es mir beim Training nicht um Bestzeiten geht, schaue ich auf dem Gipfel der Alpspitze auf die Uhr. Und bin ziemlich überrascht 1:56h.

Nach meinen Recherchen gab es wohl bisher auch noch keine Zeit unter 1:58h. Ich freu mich umso mehr, dass meine Trainingsrunde so gut gelaufen ist.

Jetzt schnaufe ich erstmal etwas durch und genieße den Gipfel, bevor es über die Ferrata wieder in Richtung Garmisch geht. Eine schnelle Trainingsrunde bei der ich wieder im Tal war, noch bevor die Gewitterwolken kamen. Ich hatte einen tollen Tag.

 

Mehr Infos zu Trail Running findest du in unserem Blog:

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