Road to Garmisch:Training trotz Vollzeitjob?

Wie bringt man Training und Vollzeitjob unter einen Hut?


In der Vorbereitung auf einen Wettkampf wie dem Zugspitz Ultratrail steigert man von einer Trainingseinheit zur nächsten nicht nur die Streckenweite und die Höhenmeter, es braucht auch mehr Zeit, sich dem Training zu widmen. Elisabeth Weinmeier, die für das Sport Conrad Team bei Salomon Road to Garmisch an den Start geht, berichtet von ihren Trainings-Erfahrungen und gibt Tipps, wie man es schafft, das Training in den Arbeitsalltag zu integrieren. 

 

Zeitmanagement ist das A und O


Damit das Training gelingt, ist besonders Zeitmanagement wichtig. Jeder kennt den Vorsatz: „Nach der Arbeit gehe ich zum Laufen.“ Nach der Arbeit ist man aber oft zu kaputt, es kommen wichtigere Dinge wie Einkaufen, Haushalt oder Freizeitaktivitäten dazwischen. Oder es regnet, und dann lässt man das Laufen vollends bleiben. Abhilfe schafft ein Trainingsplan, den man natürlich strikt einhalten sollte. Und ein gutes Zeitmanagement. Einkäufe kann man auch in der Mittagspause machen, Freunde sollen entweder mit Euch trainieren oder auf euch warten. Und zum Thema Regen: Bekommt Euren Hintern hoch! Im Wettkampf habt ihr schließlich auch keinen Einfluss auf das Wetter und so könnt ihr wenigstens schon mal auf nassen Trails üben. Außerdem hat das Laufen im Regen eine schöne, beruhigende Wirkung.

 

Trainiere am morgen – für einen frischen start


Eine andere Möglichkeit, der Trainings-Unlust nach der Arbeit zu entgehen, ist das Training am Morgen. Natürlich ist es schwierig, Trainingseinheiten, die mehrere Stunden beanspruchen, vor der Arbeit abzuhandeln. Eine morgendliche Runde Joggen ist aber machbar. Gerade nach weiteren Strecken ist eine gemütliche Runde Jogging die optimale Möglichkeit, die Muskeln etwas aufzulockern oder den Kreislauf nach der Regenerationszeit wieder auf Kurs zu bringen. Probiert es aus! Sport am Morgen, anschließend eine schöne Dusche und ein wohlverdientes Frühstück. So fühlt man sich in der Arbeit gleich ganz anders. Ein Wohltat!

Beachtet jedoch eines: Je früher ihr aufsteht, desto früher solltet ihr ins Bett gehen. Genügend Schlaf und Erholung sind  in der Trainingsphase extrem wichtig!

 

Pausen sind wichtig


Im Trainingsplan solltet ihr außerdem freie Tage nutzen, um größere Trainingseinheiten zu planen. Samstag und Sonntag jeweils einen langen Trail. Damit sammelt ihr genug Kilometer für einen schönen Regenerationstag am Montag. Natürlich gibt es Tage, die so verplant sind, dass es schwierig scheint, hier noch eine Trainingseinheit einzubauen. Solche Tage sind optimal für sogenannte Mini-Workouts. Nehmt euch 20-30 Minuten Zeit, macht Stabilitäts- oder ein paar Yogaübungen. Auch das ist sehr effektiv!

 

Nutzt Eure Zeit sinnvoll


An Tagen, an denen ihr weniger Zeit als an anderen Tagen für euer Training aufwenden könnt, solltet ihr dieses intensiv gestalten. Sprints, Intervalltraining oder einfach nur Laufen im hohen Pulsbereich kann ebenso effizient sein, wie längere aber ausgeglichene Trainingseinheiten.

Alles in allem lässt sich sagen – nehmt euch die Zeit fürs Training. Ihr bekommt nach stressigen Arbeitstagen wieder einen freien Kopf  und fühlt euch anschließend auch noch richtig gut.