Road to Garmisch: Trailrunning zum ersten Mal mit Stöcken

Zum Trailrunning gehören die richtigen Stöcke.  Dazu kommt Technik und der richtige Stockeinsatz. Jens Schwarz, der beim Zugspitz Ultratrail teilnimmt, teilt seine Erfahrungen. Er geht für das Sport Conrad Team bei der Salomon Road to Garmisch an den Start. Und trainiert dafür zum ersten Mal mit Laufstöcken

 

Vom Zweibeiner zum Vierbeiner


Bis jetzt war laufen eines meiner Hauptsportarten. 5 Kilometer, 10 Kilometer, Halbmarathon, ein kompletter Marathon oder auch mal den einen oder anderen Berglauf.

Lange habe ich Bergläufe mit Stöcken zweifelnd beobachtet: Bringt das was? Hilft das wirklich? Ist das nicht zusätzlicher Ballast? In der Vorbereitung auf den Zugspitz Ultratrail hab ich von LEKI Laufstöcke bekommen. Und habe es ausprobiert. 

 

Erster Lauf mit Stockeinsatz


Erst mal hab ich mich erkundigt… wie und wann verwende ich die Stöcke? Nur bergauf oder auch bergab? Ein paar Infos hab ich von Philipp Reiter bekommen ein paar von anderen Sportskollegen: Stöcke können sowohl bergauf als auch bergab verwendet werden.

 

Bergauf: In steilen Passagen die Eins-Eins Technik (Abwechselnde Seite bei jedem Schritt, rechtes Bein und linker Stock) oder den Doppelstockeinsatz (Beide Stöcke bei jedem zweiten Schritt). Bei etwas weniger steilen Passagen kann der wechselseitige Einsatz (alle 3-Schritte wechselseitiger Stockeinsatz) deutlich weiterhelfen.

Bergab: Downhill sollten die Stöcke verwendet werden um mehr Sicherheit im Gelände zu geben. Dabei ist die Frequenz bzw. Rhythmus nur sekundär.

 

Vom Lauf- zum Ganzkörpersport


Soweit zur Theorie. Mein erster Trainingslauf gestaltete sich noch etwas unkoordinativ, allerdings bemerkte ich dabei schon nach wenigen Kilometern eine  deutliche Geschwindigkeitszunahme und eine langsamere Ermüdung der Beinmuskulatur. Sich in steilen Passagen kräftig mit der Doppelstocktechnik den Berg hoch zu ziehen und zu schieben erweckt ganz neue Möglichkeiten. Auf einmal wird der Laufsport zum Ganzkörper-Sport. Bergab hab ich die Stöcke die ersten male noch im Rucksack verpackt.

Und ja ich hatte meistens im Anschluss sowohl im Rücken als auch im Triceps Muskelkater.

 

 

 

Mehr sicherheit beim Downhill-Laufen


Nach den ersten Trainings kam auch das Bergabtraining dazu. Das schwierigste dabei ist die mentale Leistung. Mit hoher Geschwindigkeit nicht nur die Beine sondern auch die Stöcke zu koordinieren ist nochmal ne ganz andere Herausforderung. Auf einmal sind es 4 Beine. Aber es gibt deutlich mehr Sicherheit!

Mir hat es geholfen ein Downhill-Intervalltraining zu machen. 2 Minuten schnell rennen und dann 2-3 Minuten entspannt wandern um mit dem Kopf wieder klar zu kommen.